Natürliche Auslese, Züchtung und Partnerwahl

Die 101 wichtigsten Fragen – Evolution (nach Thomas Junker)
Versuch einer Beantwortung aus schöpferischer Sicht

    • 32. Kann man die natürliche Auslese experimentell überprüfen?
      Darwin hat sie experimentell durch Züchtung überprüft. Bei der Züchtung bestimmt der Mensch das Züchtungsziel. Bei der natürlichen Auslese bestimmen die Umweltbedingungen das allernächste Ziel. Bei den Darwinfinken hat die Art der Nahrung die Schnabelart selektiert. Man kann die Auslese experimentell überprüfen, aber nicht die Neuentstehung von Konstruktionen, ohne die eine Makroevolution nicht auskommt.

    • 33. Wie funktioniert Züchtung ohne einen Züchter?
      Im Unterschied zur Züchtung übernimmt die Natur die Auswahl durch den Kampf ums Dasein. „In der natürlichen Auslese werden die Individuen also durch die Tatsache ausgewählt, dass sie unterschiedlich erfolgreich überleben und sich fortplanzen. Thomas Junker gibt dafür zwei Grundbedingungen: 1. Die Tiere müssen sich in ihren erblichen Eigenschaften unterscheiden. 2. Es muss die Möglichkeit der Auswahl geben, d.h., es müssen mehr Tiere zur Verfügung stehen, als sich fortpflanzen können.“ Ich nenne eine 3. Bedingung: Sie müssen untereinander fortpflanzungsfähig sein. (dies nur, um zu zeigen, dass sich nicht eine neue Art aus zwei verschiedene Arten bilden kann.) Eine neue Art kann sich also nur innerhalb einer bestehenden Art bilden. Dies ist allgemein bekannt und nennt sich Mikroevolution.

    • 34. Wer kämpft beim Kampf ums Dasein gegen wen?
      Es ist nicht der Kampf zwischen verschiedenen Arten gemeint, wie zwischen Raub- und Beutetier, sondern innerhalb einer Art. Das Tier, das die besten Gene (mit neuen Konstruktionen durch Mutation) hat, soll gewinnen. Allerdings gewinnt dieses Tier nicht, denn dieses gibt es nicht. Mutation ist die Beschädigung des Trägers der Erbinformationen durch Bestrahlung oder Chemie. Die Wissenschaft kann nicht nachweisen, dass durch Mutation neue sinnvolle Information in den Genen entsteht.

      „Interesse, Faszination und Forschung zum Thema der DNA-Instabilitäten sollten niemand davon abhalten, sich wieder einmal die experimentell über Jahrzehnte beobachtete und bestens abgesicherte Stabilität von DNA-Sequenzen bewusst zu machen. Kaudewitz hat diesen Punkt sehr schön wie folgt veranschaulicht (1983, pp. 111/112):
      Setzen wir das einzelne Mononukleotidpaar als kleinste Informationseinheit der DNA, dem Buchstaben eines ebenfalls informationsspeichernden Druckwerkes gleich, dann ergeben sich folgende Zahlenwerte: Die DNA der Escherichia coli-Zelle ist aus rd. 4 x 106, also 4 Millionen aneinandergereiten Mononukleotidpaaren aufgebaut, die jpgSeite eines Buches enthält rd. 1500, also 1,5 x 103 Buchstaben. Diese Zahl müssen wir mit rd. 2,7 x 103, also 2700 multiplizieren, um 4 x 106 zu erhalten. 2700 wäre damit die Anzahl der benötigten Buchseiten. Sie ergäbe 5 stattliche Bände von je 540 Seiten. In unserem Vergleich würden sie die genetische Information einer Bakterienzelle enthalten. Beeindruckend ist dabei der verschwindend geringe Raumbedarf, der benötigt wird, um den Informationsgehalt dieser voluminösen Bände in der lebenden Zelle in Gestalt einer Mononukleotidsequenz unterzubringen. DNADas dazu benötigte DNA-Molekül besitzt eine Länge von 1,36 mm, bei einer Dicke von 2 Millionstel mm. Von dieser Abschätzung ausgehend ergibt sich eine beeindruckende Aussage über die Stabilität der DNA. Bei einer mittleren Mutationsrate für ein durchschnittliches Gen von 10-8 und 3 x 103 als der Anzahl der Gene je Zelle ergibt sich 3,3 x 104 als Anzahl der Zellen, unter denen eine einzige eine beliebige Mutation aufweist. Diese hat eines der 1,3 x 1011 Mononukleotidpaare (3,3 x 104 multipliziert mit 4 x 106 als der Anzahl der Mononukleotidpaare je Zelle) verändert. Nach obigen Angaben den Buchstaben in Büchern mit je 8,1 x 105 (= 1,5 x 103 X 5,4 x 102) Buchstaben je Band gleichgesetzt, ergeben das 1,6 x 105 = 160 000 Bände. In einem dürfte sich nur ein einziger Druckfehler als Analogon eben dieser Mutation finden.“ (aus: www.weloennig.de/AesV.html )

      Damit ein Tier mit den besseren Genen gewinnen kann, müssten einige Kapitel dieser Bücher durch eine oder gleichzeitig mehrere Mutationen entstehen.

  • 35. Was ist eine Anpassung?
    Anpassung wäre, wenn der Mensch wegen der Klimaerwärmung seine letzten Haare auch noch verlieren würde. Auch wenn es nicht sein Wunsch wäre, würde es passieren. Es passiert automatisch. Automatisch geschieht nur etwas, wenn jede Änderung schon vorher eingeplant ist. Eine automatische Fehlerkorrektur beim Schreiben kann nur funktionieren, wenn das Textprogramm dafür programmiert ist. Das Programm muss prüfen, ob ein Fehler da ist. Es muss entscheiden, was richtig ist. Es muss den Fehler entfernen und die richtigen Zeichen einsetzen. So ist es auch mit den Lebewesen. Der Körper stellt fest, dass in der Umwelt eine Änderung stattfindet. Ein Programm in den Genen ändert ein anderes Programm (z.B. das Haarwuchsprogramm), bzw. wird durch Mutation ein entsprechendes Programm ein- oder ausgeschaltet.
  • 36. Warum entsteht durch die natürliche Auslese keine Perfektion?
    Bei der natürlichen Auslese wird nur selektiert, was besser zum Überleben ist. Es muss etwas Neues da sein, was ausgelesen werden kann. Durch Mutation kann natürlich nichts Perfektes entstehen. Wenn aber der Plan dazu durch äußerste Intelligenz erstellt wurde, dann ist das Neue für seine Aufgabe perfekt. Nehmen wir als Beispiel das Auge:
    Darwin schreibt: „Organe von äußerster Vollkommenheit und Verwicklung“
    „Die Annahme, daß das Auge mit all seinen unnachahmlichen Einrichtungen: die Linse den verschiedenen Entfernungen anzupassen, wechselnde Lichtmengen zuzulassen und sphärische wie chromatische Abweichungen zu verbessern, durch die natürliche Zuchtwahl entstanden sei, erscheint, wie ich offen bekenne, im höchsten Grade als absurd.“
    Wenn dieses „offene Bekenntnis“ auch ein ehrliches wäre, hätte sich Darwin die weitere Arbeit sparen können. So bleibt nur der rhetorische Schachzug. Wie der folgende Text zeigt, „erscheint“ es zwar absurd, aber nur solange man seine Selektionstheorie nicht voll erfasst hat. Die Letztere hält er für die angemessene Erklärung. Dem Leser wird erst einmal beigepflichtet (Paleys Natural Theology gehörte damals noch zur Pflichtlektüre), damit eine gemeinsame Grundlage geschaffen wird, aber nur, um diese im nächsten Satz vollständig zu relativieren. (aus www.unser-auge.de/Entstehung-des-Auges_1.htm)
  • 37. Wie unterscheiden sich Partnerwahl, Züchtung und natürliche Auslese?
    Vielleicht schließt die Partnerwahl Züchtung und natürliche Auslese mit ein. Wenn sich zwei Partner finden, haben sie sich nach Wunsch (oft auch nicht) gefunden. Aus den beiden Geneinheiten bildet sich eine neue Geneinheit, die sich natürlich (durch Zufall oder von Gott bestimmt) zusammenstellt. Bei der Züchtung wird auf ein Ziel hin gearbeitet, bei der Partnerwahl nicht.
    Streng homosexuelle Paare scheiden für die Auslese aus.
  • 38. Welchen Nutzen hat der Pfauenschwanz?
    Ein Pfau kann nichts dafür, wie groß oder wie schön sein Schwanz ist. Man kann auch nicht sagen, dass ein schönerer Pfauenschwanz das fitteste Weibchen anlockt. Vielleicht bekommt der Sohn einen schöneren Pfauenschwanz, wer weiß. Ich glaube nicht, dass der Pfauenschwanz der Evolution nutzt.
    Die interessantere Frage ist: Wie entsteht ein Pfauenschwanz? Mikroevolution verändert ihn nur in Farbe oder Größe. Wie aber entsteht die Konstruktion?
  • 39. Warum ist es so schwer, die sexuelle Fortpflanzung zu erklären?
    Die sexuelle Fortpflanzung ist sehr einfach zu erklären. Sogar die Kinder in der Schule, die das noch nicht zu wissen brauchen, bekommen es erklärt. Schwieriger ist die Erklärung im Rahmen der Evolution. Wenn die Männchen nicht unbedingt nötig sind (asexuelle Fortpflanzung), müssten die ersten Lebewesen nur Weibchen gewesen sein. Es dürfte noch keine Männchen gegeben haben. Für die Gene hat die sexuelle Fortpflanzung große Vorteile. Die große Frage ist, wie wird aus einem Weibchen ein Männchen? (Nach der Bibel war erst der Mann Adam da). Die Entstehung des Männchens nach der Bibel ist nicht weniger wahrscheinlich als die Entstehung durch Evolution.
  • 40. Warum gibt es Männer?
    Der Vorteil ist die Variabilität (Mikroevolution) einer Art. Die weiblichen und männlichen Gene vermischen sich. Nur so kann es sein, dass kein Mensch einen perfekten Doppelgänger hat. Aus der Bibel kann man schließen, dass Gott die Gene mischt.
    Bei asexueller Fortpflanzung (wenn es nur Weibchen gibt) werden immer nur die gleichen Gene weitergegeben.
  • 41. Warum altern und sterben wir?
    „Jede Tierart hat eine typische Lebensspanne, die genetisch vorprogrammiert ist und nicht unbegrenzt verlängert werden kann,“ schreibt Junker. Das passt nicht in die Evolutionstheorie. Wer soll vorprogrammiert haben (von Anfang an ohne Entwicklung)? Der Wunsch der meisten Menschen ist, dass sie länger leben und dadurch länger fit und fortpflanzungsfähig sein wollen. Hierfür wird viel Geld in Forschung und Handel gesteckt. Trotz viel Intelligenz ist man noch nicht weiter gekommen. Der Mensch könnte sich, wie die Tiere das scheinbar tun, einen Trick einfallen lassen. Die richtigen Mutationen brauchen nur an den richtigen Stellen der Keimzellen zu geschehen. Vielleicht lebt der Mensch noch nicht lange genug. Wir müssen uns wohl noch ein paar Millionenjahrzehnte gedulden. Die Bibel antwortet mit 1.Mose 3,1

    „Die Schlange war listiger als alle anderen Tiere, die Gott, der Herr, gemacht hatte. „Hat Gott wirklich gesagt, dass ihr von keinem Baum die Früchte essen dürft?“, fragte sie die Frau. 2 „Natürlich dürfen wir“, antwortete die Frau, 3 „nur von dem Baum in der Mitte des Gartens nicht. Gott hat gesagt: ‚Esst nicht von seinen Früchten, ja – berührt sie nicht einmal, sonst müsst ihr sterben!'“ 4 „Unsinn! Ihr werdet nicht sterben“, widersprach die Schlange,“(HfA)

    Hier begann Altern und Sterben.

  • 42. Ist die Evolution grausam?
    Zur Mikroevolution würde passen, dass es Schmerzen gibt, durch die verhindert wird, dass wir uns in Gefahr bringen oder schädigen. Man könnte es als grausam ansehen, wenn der Angepasste dem nicht Angepassten nicht hilft (unterlassene Hilfeleistung). Grausam ist, was die Schmerzen verursacht. Zum Einen ist es das Böse, das Leid, das der Mensch selbst anrichtet. Das hat mit Ethik und Moral zu tun, nicht aber mit Evolution. Wenn aber das Leid durch Naturkatastrophen oder nicht selbst verschuldete Dinge wie Krankheiten entsteht, stellt sich die Frage, hat das mit Evolution etwas zu tun oder mit einem gütigen Gott. Viele Naturkatastrophen geschehen auf Grund von Naturgesetzen. Durch Evolution sind wahrscheinlich keine Naturgesetze entstanden. Die Evolution ist keine Person, der man Grausamkeit vorwerfen könnte. Im Falle der Evolution als Höherentwicklung fehlt sogar der Nachweis, dass es sie überhaupt gibt. Wenn ein Tier ein anderes Tier tötet und frisst, ist das grausam. Wer hat Schuld, dass es dazu gekommen ist. Wie begann es? Ein gütiger Gott würde Tiere schaffen, die Pflanzen fressen (angenommen, den Pflanzen tut das nicht weh), könnte man vermuten. Und genau so war es am Anfang, als Gott die Pflanzen, die Tiere und die Menschen geschaffen hatte. Es gab keinen Tod. Die Bibel sagt: „Und Gott sah das alles an: Es war gut.“ Alle lebten in Frieden mit Gott. Irgendwie ist das Böse in die Welt gekommen. Bibel, 1.Mose3:

    (Vers 1 – 4 s. Frage 41.) 4 „Unsinn! Ihr werdet nicht sterben“, widersprach die Schlange,
    5 „aber Gott weiß: Wenn ihr davon esst, werden eure Augen geöffnet – ihr werdet sein wie Gott und wissen, was Gut und Böse ist.

    Gott gab die Möglichkeit, sich für das Böse zu entscheiden. Satan und der Mensch haben sich für das Böse entschieden. Da Gott nicht nur gütig, sondern auch gerecht und heilig ist, hat er den Tod eingeführt. Das war genau die versprochene Strafe. Alles Böse und Leid ist die Vorstufe des Todes. Weil Gott aber gütig und barmherzig ist, bietet er einen Ausweg durch Jesus Christus an, durch den wir wieder ewiges Leben wie am Anfang haben können. Wieder zwingt er nicht zum Guten, sondern lässt dem Menschen die freie Entscheidung, genau wie am Anfang. Mehr unter: „Wenn es Gott gibt, warum gibt es dann das Böse?“ www.ge-li.de/leid.htm

  • 43. Warum haben die fittesten Organismen nicht immer die größte Fitness?
    In der Biologie haben die fittesten Organismen die meisten Nachkommen. Die Lebewesen sind die Gewinner der Mikroevolution, die in der jeweiligen Umwelt überleben. Das müssen nicht immer die gesündesten sein. Eigentlich regelt die natürliche Selektion, indem die nicht überlebensfähigen Lebewesen verschwinden.
  • <  >

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte erst rechnen! *