Evo-e-mail-14

Ein e-mail-Wechsel (14):

Wenn es um Christi Tod und Auferstehung geht, dann hat das mit derAuslöschung meiner oder Ihrer Schuld zu tun. Diese Logik hat sichmir noch nie erschlossen. Woran bin ich „Schuld“? Wie soll ein Mensch2000 Jahre vor meiner Geburt für mich Schulden sühnen? Indem er stirbt?
Für mich hätte er das nicht tun müssen. Diese gesamte Himmel und Hölle-Geschichteist ein uraltes Bedürfnis des Menschen, weit älter als die Bibel. Die Bibel hat den Gedanken abgeschrieben aus griechischen Quellen. Mit Eingebung hatte das wenig zu tun. Wenn ich sage:„Ich glaube, das hat Gott gemacht“, dann sagen Sie: „Ich glaube das hat NIEMAND gemacht“ oder „das ist ohne Wille, Plan, Intelligenz entstanden“ „die Wissenschaft kann NOCH nicht erklären“. Eine echte Auseinandersetzung ist das nicht. Und mit Wissenschaft hat das rein gar nichts zu tun. Sie haben Recht. Bis hier hin hat das nichts mit Wissenschaft zu tun. Aber in dem Moment, wo ich meine Aussage als Hypothese darstelle und diese durch Beobachtungen, Experimente und Belege untermauere wird eine wissenschaftliche Herangehensweise daraus. Bei mir ist es eine Hypothese und bei Ihnen ein Axiom welches sich der wissenschaftlichen Überprüfung entzieht. Ich muss bei Intelligent Design immer an den Bürowitz denken: Regel 1: der Chef hat immer Recht; Regel 2: wenn der Chef mal nicht recht hat, tritt automatisch Regel 1 in Kraft.

Sagen Sie nicht, dass der Verstand ein chemisches Produkt ist. Schlimmer noch: Religion ebenfalls. Es mag Sie möglicherweise ärgern, aber auch die Entstehung von Religionen und deren Entwicklung lässt sich mit der Evolutionstheorie beschreiben. Als Grundeinheit der weitergegebenen Information gilt das „Mem“ anstatt des Gens. Interessante Theorie, sie bringt verblüffende neue Betrachtungsweisen mit sich, sollten Sie sich mal damit beschäftigen.

Der Verstand gibt uns auch die Möglichkeit nachzudenken, weshalb die Menschen am Anfang fast 1000 Jahre alt wurden. Dabei kann man natürlich zu verschiedenen Ergebnissen kommen. Wenn der Verstand uns dazu bringen würde zu sagen, dass es unmöglich gewesen sein kann, dass die Menschen so alt wurden, dann wäre das eine Abkehr von der Wissenschaft. Nein, das wäre eine Abkehr von der Annahme das man die Bibel wörtlich nehmen kann. Zu Ihrem „Wasserdampfgürtel“: zunächst einmal gäbe es verschiedenen Probleme. Entweder ist er so dick, dass er tatsächlich UV Strahlung abhalten würde, dann würde jedoch auch kein Licht hindurchdringen, es wäre recht dunkel, Pflanzen könnten nicht wachsen etc. Oder er wäre einfach ein Wasserdampfgürtel, dann würden UV Strahlen hindurchdringen (Bienen orientieren sich auch bei bewölktem Himmel) und die Erde würde sich massiv aufheizen, denn Wasserdampf ist der Hauptverursacher des Treibhauseffektes. Eine einfach zu widerlegende Annahme. Zudem stirbt der Mensch nicht an UV-Strahlung. Ein zu viel kann das leben verkürzen, ein weniger davon kann es aber auch nicht verlängern. Genetisch ist unser Höchstalter in etwa festgelegt auf ca. 120 Jahre, das hat zu tun mit der Verkürzung der Telomere bei der Replikation. Viel wahrscheinlicher finde ich den Gedanken, dass sich die Verfasser der Bibel beim Gilgamesch-Epos bedient haben. Da wird nämlich tatsächlich die Überschwemmung der ganzen Welt beschrieben. Nur war die damals bekannte Welt das Zweistromland, welches besonders fruchtbar eben wegen der häufigen Überschwemmungen war.

Die großen Mengen fehlender Übergangsformen die Bedingungen für die Fossilisation sind so speziell, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass überhaupt Überreste erhalten bleiben. Dass sie völlig lückenlos wären, wäre ein echter Glücksfall. Das VORHANDENSEIN von Übergangsformen ist jedoch ein deutlicher Hinweis für Makroevolution, dass wir nicht alle finden ist kein Gegenbeweis.

Die Homologien, die Sie anführen, zeigen doch nur, dass etwas ähnlich ist. Nein, das wäre Analogie, die gleiche Anpassung an eine Gegebenheit, z.B. Stromlinienform bei Fischen und Delfinen. Homologie zeigt Entwicklung, dabei muss die Ähnlichkeit nicht mehr vorhanden sein. Und hier gibt es eine überwältigende Anzahl von Homologien auf allen Ebenen. Homologe DNA-Abfolgen erklären Sie mit Modulbauweise. ich finde allein die Tatsache, dass diese nur aus ökonomischen Gründen Sinn macht ist ein gutes Gegenargument. Aber wenn Module, warum werden die Module dann abgewandelt? Wie erklären Sie sich, dass wir und alle Lebewesen mit Zellkernen eigenständige Strukturen in den Zellen haben, die sich selbst vermehren, eine eigene DNA besitzen und eine eigene Zellmembran. Und mehr noch: sie ähneln in allem mehr als zufällig einfachen Bakterien. Sie sind aber keine, wir nennen sie Mitochondrien und sie sind eine der wichtigsten Zellorganellen. Die Endosymbiontentheorie erscheint mir ein sehr plausible Erklärung zu sein, Modulbauweise eine wirklich schlechte.

rudimentäre Organe (deren Funktion die Wissenschaft doch noch entdeckt) Da bin ich aber gespannt, welche Funktion ein Schwanzskelett beim Menschen und ein Beckenknochen beim Wal besitzt. Warum muss ich nach komplizierten und unwahrscheinlichen Erklärungen suchen, wenn mich die einfache förmlich anspringt. Und wenn ich rudimentäre Organe und die dazugehörigen Übergangsformen habe und auch noch Homologien alles im gleichen Zusammenhang (Bsp. Vögel) und das mit einer Vielzahl von Hinweisen, dann halte ich es für vernünftig, auch diese Erklärung zu akzeptieren.

„lückenlose Ahnenreihe des Menschen in der Bibel“ wie kann diese lückenlos sein? nehmen wir an die Menschen haben sich vom Paradies bzw. dessen Umgebung ausgebreitet. Sie hatten hierfür rund 2000 Jahre Zeit, dann müssen sie die Welt komplett besiedelt haben. Bis nach Südamerika über die Bering-See, bis nach Australien und nach Südafrika. Alle Menschenrassen haben sich demnach in wenigen hundert Jahren entwickelt. Den Neandertaler gab es 1000-2ooo Jahre bis er plötzlich wieder ausstarb. Länger ist nicht denkbar, sonst wäre er in irgendwelchen Schriften erwähnt, denn er lebte sogar im Gebiet des heutigen Israel. Die GESAMTE Flora und Fauna muss nach etwa 1000 Jahren verschwunden sein (Noah?!) und quasi sofort versteinert und unter Tonnen von Gestein begraben worden sein, denn Sie finden keinerlei Erwähnung in irgendwelchen Schriften z.B. der Ägypter. Und da gehören nicht nur die Dinosaurier dazu sondern alle Lebewesen (auch Homo Habilis, Australopithecus afarensis um nur wenige zu nennen), deren Überreste wir finden. 2000 Jahre nach der Schöpfung muss der gesamte Prozess der Mikroevolution, der parallel zu den Massenausrottungen verläuft, beendet sein, denn von nun an scheint alles beim alten geblieben zu sein. Das beinhaltet jedoch dass sämtliche unsere Datierungsmethoden völlig unbrauchbar sind. Die Geschwindigkeit der Fossilisation muss enorm gewesen sein, ebenso die Entstehung der Sedimente. Wahrhaft gigantische Umwälzungen muss es hier gegeben haben. Kontinente wurden verschoben, Berge aufgefaltet, alles in 1000 Jahren. Klingt für mich nicht nach einer gut bewohnbaren Erde. Für Eiszeiten gabe es eigentlich keinen Platz mehr, es sei denn sie verliefen in wenigen hundert Jahren quasi im Zeitraffer. Betrachtet man einmal die Bibel aus der Sicht von heute, dann beschreibt sie die Welt im vorderen Orient von vor 3000-2000 Jahren. Über Amerika, Australien etc. steht da nichts, die Unterwasserwelt spielte damals keine Rolle, durch eine Flut ließen sich die Lebewesen dort wohl kaum auslöschen. Wo sind sie dann hin, die Trilobiten, die Ammoniten, die vielfältige Unterwasserwelt? Anzunehmen, dass die gesamte Menschheit in der Bibel beschrieben ist, macht Sinn vor dem Hintergrund der Vorstellung, dass für die Verfasser ihre Welt die ganze bekannte Welt war. Die Umwälzungen müssten derart gigantische Ausmaße gehabt haben, dass es mir überhaupt nicht einleuchtet, warum Sie keine Erwähnung in der Bibel fanden, wenn sie doch so authentisch ist. Die Menschen schienen auf einer halbwegs friedlichen Erde zu leben – sofern nicht Gott eingriff und Städte einäscherte.

Jeder soll sich auf die Belege stützen, die für ihn glaubwürdiger sind. Sie haben als „Beleg“ das geschriebene Wort in der Bibel. Noch einmal: das ist keine Wissenschaft und daher eigentlich auch kein Beleg. Sie können natürlich daran glauben aber sollten dies nicht mit   Wissenschaft gleichstellen.

Sie glauben nicht, dass am Anfang andere Naturgesetze geherrscht haben
als jetzt.
Hier müssen wir uns kurz noch darauf einigen, was „am Anfang“ war. Zur Zeit des Urknalls (sofern es ihn gegeben hat oder allg. am Anfang der Zeit und des Universums) haben gewiss andere Naturgesetze gegolten. Am Anfang des Lebens auf der Erde sicher nicht. Möglicherweise im Bereich des Erdmagnetismus aber sicher nicht bei den grundsätzlichen Gesetzen der Physik.

Nach welchem Naturgesetz entsteht Materie aus Nichts? Das Weltbild der Evolution kann nicht stimmen, wenn die Naturgesetze am Anfang gleich wie heute waren. Von Evolution wird im allgemeinen gesprochen, wenn es um die Entwicklung von Leben geht, nicht um die Entstehung des Universums, hier werfen Sie Dinge zusammen die nicht zusammen gehören!Übrigens für Wissenschaftler dürfte es kein Problem sein, dass Menschen Kinder ohne Geschlechtsverkehr bekommen. Das Problem taucht nur da auf, wo dies ohne Intelligenz und Verstand geschehen soll. Sie möchten aber hier nicht etwa andeuten, dass die in vitro fertilisation seit 2000 Jahren gang und gäbe ist?

Dass Wissenschaftler „Intelligent Design“ von vornherein ablehnen, das erinnert mich an „Des Kaisers neuen Kleider“. Trotz aller Erfahrung glauben sie, dass ein komplexes System ohne einen Designer entsteht. Warum? Zunächst einmal: sie tun das nicht von vornherein, sondern nach ausgiebiger Beschäftigung damit. Außerdem gibt es überhaupt keinen Grund anzunehmen, dass sich komplexe Systeme nicht von selbst entwickeln können.

Es gibt Argumente gegen die großen Altersangaben. leider haben Sie hier nur Stichpunkte geschrieben, ich kann leider nicht zuordnen, was genau Sie jeweils damit andeuten wollen, ich könnte vage Vermutungen anstellen, das wäre mir aber zu ungenau. Es geht aber jeweils darum, dass die Vorgänge in 2000, max 3000 Jahren beendet sein müssten. Wenn es um Fehldatierungen um ein paar Millionen Jahren geht, darüber kann man reden. Wenn ich der Bibel Glauben schenken darf geht es aber um wenige hundert Jahre, mit allen Ungereimtheiten, die damit einhergehen. Ehrlich, das klingt für mich nach wie vor „komisch“, mit gesundem Menschenverstand hat das für mich genausowenig zu tun wie mit Wissenschaft.

Den Bericht über die Proteine in Dinosaureierknochen habe ich mit Interesse gelesen, er stellt für mich jedoch überhaupt kein Argument dafür dar, dass Dinosaurier nicht vor 65Millionen Jahren ausgestorben sind. Die Befunde weisen bestenfalls darauf hin, dass Proteine unter bestimmten Bedingungen länger stabil bleiben können, als bisher angenommen. Wenn Sie den text bis zum Ende gelesen haben und die Ergebnisse kritisch betrachten, dann schießt die Interpretation auf der von Ihnen genannten Seite, die in der Einleitung beschrieben wird, weit über das Ziel hinaus. Nach dem was ich eben gelesen habe, würden sich die Forschergruppen , die die Ergebnisse veröffentlicht haben, von der Interpretation weit distanzieren.

Der Neandertaler war Mensch. Weshalb sollte sein Aussterben den Glauben an die Evolutionstheorie unterstützen? Hier gibt es viele Gründe. Z.B. wird er nicht in der Bibel genannt, obwohl er in direkter Nachbarschaft gelebt hat. Wenn Gott eine ganze Menschenart ausrottete, dann sollte das doch wohl ein paar Zeilen Wert sein. Er war genetisch so weit entfernt von uns, dass wir keine gemeinsamen Kinder zeugen konnten. Seine Kultur wich stark von der unseren ab. Er wäre sicherlich aufgefallen als Kultur – keine Erwähnung. Entwicklungslinien beim Neandertaler, Knochenfunde, Artefakte, alles deutet auf eine sehr alte Kultur hin, nicht auf eine die 2000 vor Chr. ausstarb. Gott ist gerecht. Dass heißt für mich auch, dass er jeden Menschen umfassend informiert, damit er sich echt und unabhängig entscheiden kann. Ich finde, ich habe schon einiges beschrieben, was er uns nicht erzählt hatte.

Der modulare Aufbau der Lebewesen ist eine Tatsache, die ihre Ähnlichkeiten erklärt. Ohne Einsatz von Verstand ist er nicht möglich. Auf keinen Fall ist er aber ein Argument für die Evolutionstheorie. Weil Gott nicht ökonomisch arbeiten muss darf er es auch nicht? Mal angenommen, Sie haben unendlich viel Zeit, sind perfekt und wollen eine perfekte Welt schaffen, Rohstoffe stehen in beliebiger Menge zur Verfügung. Warum dann Module, zumal wenn ich die von Lebensform zu Lebensform noch abwandeln muss? Ok, bei dem ganzen Gewürm und Gekrabbel. Aber bei seinem Ebenbild? Wenn er ein Ebenbild von sich erschaffen will, dann nimmt er sich einen Schimpansen und verbessert hier und da noch etwas???

Zur Homochiralität: ich empfehle Ihnen auch einmal die Lektüre nicht-Kraetionistischer Autoren. Zu diesem Problem z.B. Spektrum der Wissenschaft Dossier „Grenzen des Wissens“ aus 2002. Wenn ich auf der von Ihnen genannten Seite lese, stelle ich wieder fest, wie verzweifelt nach Gegenargumenten gesucht werden muss, um weiter an die wörtliche Auslegung der Bibel zu glauben (siehe oben Regel 2, wenn mir nichts besseres einfält, dann war es die Hand Gottes die hier eingriff) Und wieder stelle ich fest wie sehr es mich ärgert, wie hier mit scheinbar wissenschaftlichen Methoden die Bibel bewiesen werden soll. Wie verzweifelt müssen die Befürworter sein, um immer wieder darauf herumzureiten, dass die Wissenschaft immer noch nicht alles herausgefunden hat. reicht Ihnen Ihr Glauben nicht? Ich denke in der Bibel steht alles, was Sie wissen müssen?! Diese pseudowissenschaftliche methode dient mE lediglich dem versuch, weniger gebildete Zeitgenossen zu verwirren um sie auf die Seite der Christen zu „ziehen“, für mich klingt das mehr nach Manipulation als nach freiem Willen

Meinen Sie NIEMAND als Name einer Person oder NIEMAND als Nichts? Ich nehme an, NIEMAND als NICHTS. wie gesagt, hier werfen Sie zwei Dinge durcheinander

Sollten Sie nicht besser solche Vermutungen unterlassen: „Da Sie Ihre Erkenntnis schon gewonnen haben, sind Sie ja auch nicht offen für Gegenargumente“ oder „Es liegt mE in der Natur Ihres Glaubens dass Sie diese Frage stellen und nicht zulassen können, dass es auch NIEMAND gewesen sein kann“. Nicht der Glaube hindert mich, dass ich zulasse, dass es auch NIEMAND gewesen sein kann, sondern mein gesunder Menschenverstand. Nein, ich glaube nicht, dass ich das unterlassen muss. Denn genau das ist es was Sie sagen. Gott hat Ihnen alles gesagt, was Sie wissen müssen, Sie nehmen die Bibel wörtlich. Wenn Sie akzeptieren müssten, dass die Bibel nicht wörtlich zu nehmen ist, dann würde das Ihren Glauben erschüttern. Das werden Sie verhindern. Ein Glaube an Gott ohne die Bibel wörtlich zu nehmen, könnte das vereinbaren. Ihr scheinbarer Wunsch nach Auseinandersetzung ist mE also nicht wirklich ehrlich, es sein denn Sie würden schon vorher akzeptieren, dass Sie Ihre Meinung ändern müssten, wenn ich die besseren Argumente hätte. Nur: sie können sich auf Grund der „Regeln 1+2“ sicher sein dass das nicht passiert. Wenn Ihr gesunder Menschenverstand die vielen Widersprüche die durch Ihren Glauben entstehen müssen aushalten kann: Herzlichen Glückwunsch. eine bemerkenswerte Leistung, denn eigentlich müssen Sie permanent Ihren Verstand und Ihre Beobachtungsgabe negieren und ausschalten.

Zum Puzzle: Es soll ein Bild herauskommen „wie gemalt“ oder „wie fotografiert“ oder wie „intelligent designed“. Ich bezweifle, dass Sie ein solches Bild aus den vorliegenden Teilen zusammensetzen könnten. Und wenn es wirklich passieren würde, dann wäre das der Beweis, dass Intelligenz nötig ist. Nein, es ist der Beweis, das Sie das Beispiel nicht verstanden haben. Das soll kein Vorwurf sein, aber das ist genau der Beweis, den ich einen Absatz weiter oben geführt habe. Ihr Glaube kann das eben nicht zulassen. Sie versuchen fortwährend ein Puzzle hinzubekommen, dass für SIE ein Bild ergibt, weil sie davon ausgehen, dass es ein Ziel gibt, das wir verstehen. „Es soll ein Bild herauskommen“ beinhaltet den Wunsch nach einem Ziel, etwas anderes ist für Sie nicht denkbar

Als Gott den Menschen das Herrschen über die Tiere gebot, meinte er nicht zum Aussterben zu verhelfen. Ich denke, dass viele Tiere ohne Einwirkung des Menschen ausgestorben sind. Viele sind ausgestorben, damit neuen Variationen Platz gemacht wurde. Warum dürfen keine Lebewesen aussterben, sie müssen doch sowieso sterben? Überhaupt, was macht sich ein Evolutionist gedanken über das Aussterben. Nach der Evolution ist Aussterben ein notwendiger Vorgang für das Entstehen neuer Arten. Die Ethik der Evolution hat hier ihr Fundament. Ich frage noch einmal nach: Sie sprechen von vielen Tieren, die ausgestorben sind um neuen Variationen Platz zu machen?! Und wir sprechen hier nach wie vor von einem Zeitfenster von 2000-3000 Jahren?
Unter evolutionsbiologischen Betrachtungsweisen ist diese Zeitspanne eindeutig zu kurz! Und Sie haben mich Mißverstanden: Tiere sterben aus, kein Problem, aber ein Wesen, dass sich durch sein Wirken selbst den Lebensraum entzieht, würde ich bestenfalls als Parasit bezeichnen, wir kennen das höchstens von Heuschrecken oder hochinfektiösen Bakterien, aber nicht von Gottes Ebenbild. Nach Perfektion klingt das nicht.

Ich suche nach einem Vorgang, der glaubhaft beschreibt, wie Makroevolution abgelaufen sein könnte. Sie haben ihn doch schon gefunden. Zunächst: Biologen unterscheiden zwischen Makro- und Mikroevolution nur formal. Diese Unterscheidung wird aber gern von Kreationisten künstlich hochgeschaukelt. Biologen haben mit Makroevolution wenig Schwierigkeiten. Wenn Mikroevolution die Variation innerhalb einer Art ist, dann kann diese durch längere Zeiträume zu versch. Unterarten und schließlich zu verschiednen Arten führen. Und – schwups – haben wir Makroevolution. Hier gibt es eine Vielzahl von Faktoren, die die Evolution beschleunigen können (Änderungen der Umwelt, Katastrophen, Gendrift etc.). Gleichzeitig gibt es aber, auch Lebensformen die in Ihrem Lebensraum so geringem Selektionsdruck ausgesetzt seind, dass sie sich über viele Jahrmillionen nicht deutlich ändern müssen. neben dem beliebten Quastenflossern, Krokodilen und Haien gibt es aber auch exoten wie bestimmte Bakterien, die sich vermutlich seit 2Mrd Jahren nicht wesentlich geändert haben.

Und auf Ihren Wunsch werde ich einfach mal von oben nach unten etwas zu Ihren „Gedanken“ sagen. Nicht alle, dafür fehlt mir die Zeit und der Glaube an Ihre Offenheit für die Argumente.

a) Die Entstehung von Grundtypen ist nicht nachgewiesen. Hier verwenden Sie einen Begriff der in der Evolutionsbiologie nicht verwendet wird als Argument gegen die Evolutionstheorie. Ich halte das nicht für zulässig. Trotzdem zeigt die Evolutionsbiologie recht lückenlos auf, wie sich aus Reptilien Vögel entwickeln konnten und sie zeigt auch die vielen Ähnlichkeiten beider Formen incl. Übergangsformen und Homologien. Wenn die „Vögel“ ein Grundtyp sein sollten, dann wäre die Entstehung dieses Grundtyps gut nachzuweisen.

b) Die Wahrscheinlichkeitsrechnung ist eines der Lieblingsargumente
der Kreationisten. Wenn ein Stein in einem Steinbruch denken könnte, würde er – wäre er Kreationist – vermutlich denken: „wow, wie unwahrscheinlich ist es eigentlich das gerade ich – einer von Milliarden von Steinen – gerade an diesem speziellen Punkt in dem Steinbruch – einer von beliebig vielen – zu liegen kommt. Es muss mich hier jemand hingelegt haben. Wenn wir davon ausgehen, das Universum ist 13Mrd Jahr alt und es enthält einige Milliarden Galaxien jeweils mit Milliarden von Sonnen, dann gibt es eine unzählbare Menge an Planten, die Leben hervorbringen könnten. Auf der Erde während der Entstehung des Lebens gab es viele Milliarden kleine Poren im Gestein, die geschützt genug und wassergefüllt waren und die Vorläufer von Biomolekülen enthielten. In jedem dieser reagenzgefäße konnten in jeder Minute viele verschiedenen Reaktionen ablaufen und das 1Mrd jahre lang und das auf vielen Milliarden Planeten irgendwann und irgendwo im Universum gleichzeitig. Es ist eher unwahrscheinlich das dann nur ein mal Leben entstanden ist. Aber dieses Leben wird sich 3 Mrd Jahre später fragen: warum ich? warum hier? berechtigte Frage, es hätte irgenwo sonst auch sein können. Und noch etwas: wenn so etwas nur einmal in 10000 Milliarden Jahren passieren sollte: warum nicht im ersten Jahr? Die Wahrscheinlichkeit ist in jedem Jahr gleich groß. Ein Kernkraftwerk explodiert auch nur alle 40000 Jahre. Möchten Sie neben einem wohnen? Es kann auch im ersten Jahr hochgehen. Die Wahrscheinlichkeitsrechnung ist kein Argument. Auch nicht wenn es um die Komplexität geht. Hier speilen auch Rückkopplungsmechanismen eine Rolle, die gern außer acht gelassen werden.

c) Nach der Evolutionslehre soll Leben ohne Plan und Ziel entstehen, aber ohne Plan, Wille und Ziel entsteht nichts Höheres das ist einfach eine Behauptung, das haben sie selbst schon gesagt, das hat mit Argumentieren nichts zu tun

d) Will jemand ein Buch schreiben, der nicht lesen und schreiben kann, dann müßte er, entsprechend dem Genetischen Code, ein paar Buchstaben nehmen, diese im Würfelbecher mischen, bis ….ein Wort entsteht. Das habe ich Ihnen jetzt so oft widerlegt das ein weiteres mal müßig wäre. Das Bsp. mit dem Würfelbecher entspricht dem mit dem Puzzle. Sie müssten zulassen, dass ein Text entsteht, den Sie nicht verstehen, der trotzdem Sinn ergibt – z.B. in einer Sprache, die Sie nicht kennen oder die noch nicht mal erfunden ist. Und entsprechend meiner Berechnungen oben kann man nahezu unendlich häufig würfeln. Keine schlechte Chance für einen guten Wurf. Aber Sie hätten gerne einen text in gestochenem Hochdeutsch und philosophisch tiefgründig, weil Sie von der falschen Richtung her denken, Sie denken zuerst das Ziel. Und Sie müssen das entsprechend Ihres Glaubens tun, sonst müssten Sie den in Frage stellen.

e) Wären die abgestorbenen Tiere wirklich nach und nach auf den Grund
gesunken ohne sich zu zersetzen (z.B. in der Grube Messel), dann sollten sämtliche Übergangsformen (die kleinsten Schritte bis zu den großen Artveränderungen) vorhanden sein. Tatsache ist, dass jede Art fertig erscheint ohne Anzeichen einer Höherentwicklung.
In den allermeisten Fällen sind die Tiere zersetzt worden, nur unter ganz besonderen und speziellen Bedingungen sind sie erhalten geblieben. meist werden sie gefressen, und von Bakterien und Pilzen zersetzt, deswegen ist der Fund eines Fossils oder eines Abdrucks davon eher ein Glücksfall. Natürlich ist jede Art „fertig“ was erwarten Sie? das ein halber Vogel herumfliegt? Aber es gibt Vögel mit Gebiss und weiteren Reptilmerkmalen. Alle Arten die es gibt sind lebensfähig und damit „fertig“ aber geleichzeitig werden sie weiter optimiert durch Evolutionsprozesse und sind damit eben auch nicht „fertig“.
Ein Foto zeigt kein Zeichen von Bewegung. Hat sich das Objekt dann nicht bewegt als ich es fotografiert habe? Ein Fossil ist so ein Schnappschuss im Verlaufe der Evolution

f) Unter den Fossilien gibt es keine zweifelsfreien Zwischenglieder der Lebewesen. Eigentlich müsste es davon doch nur so wimmeln hierzu habe ich in den oberen Abschnitten ausreichend geschrieben. Jedes gefundene Fossil war ein Bindeglied, Zwischenglied oder Übergangsform.
Sämtliche heutigen Lebensformen müsste die Evolutionstheorie als Zwischenformen bezeichnen.
So ist es, Australopithecinen waren Zwischenformen, Sie zeigen eben auch genau die „Zwischenmerkmale“ auch alle heutigen Tiere sind Zwischenformen, niemand behauptet etwas anderes

g) Durch Züchtung verarmt der Genpool richtig, aber Züchtung ist ein gelenkter Prozess mit einem Züchtungsziel, bei dem genau das erreicht werden soll: das der genpool verarmt. Wo ist also das Argument? Züchtung hat mit Evolution nichts zu tun

h) Zweifel an den<b> radiometrischen Datierungen</b>: Die Messungen sind zwar exakt, aber es wird einfach zur&uuml;ckgerechnet ohne zu wissen, welche   Ursachen die heute gemessene, spezifische Zerfallszeit eines radioaktiven Elements hat. Auch die radioaktiven Anteile der Ausgangsinformation sind nicht bekannt Versch&auml;tzt sich die Messung hier um 4 Mrd Jahre oder reden wir hier von einigen Millionen Jahren? Sicherlich kann man &uuml;ber die Exaktheit der Radiometrischen Daten reden. Wenn ich aber ein Fossil auf 100Millionen Jahre datiere dann behaupten Sie es kann nur 4000 Jahre alt sein. Also ist diese Datierung v&ouml;lliger Unsinn? Und die parallele Datierung durch Schichtung? Alles falsch? Wir gehen derzeit davon aus, dass die Naturgesetze so wie sie jetzt sind auch in der Vergangenheit waren. Dann m&uuml;ssen wir uns einigen. Ab wann hat Gott die Naturgesetze geändert? Vor etwa 3000 Jahren oder früher? Denn bis dahin stimmen unsere Techniken völlig zwanglos mit den historischen Quellen überein. Die Annahme, die Naturgesetze waren völlig anders in den ersten 1000-2000 Jahren muss ich nur machen, wenn ich der Bibel glauben schenke. Das halten Sie für gesunden Menschenverstand???

i) Schon eine einzelne Zelle ist sehr komplex. Sie müßte auf einen Schlag entstanden sein. Das kann nicht möglich sein. Einfachstrukturierte Zellen kann es nicht geben, weil sie nicht lebensfähig wären. Alleine die Einrichtungen zur Nahrungsaufnahme und Fortbewegung sind so kompliziert, daß sie geplant sein müssen. Das Haupt- und Lieblingsargument der Kreationisten. So alt wie die Uhr und der Uhrmacher. Beliebig häufig widerlegt. Da würde ich Sie bitten mir die Zeit zu sparen und einfach mal aufmerksam Texte im Internet zu lesen und zwar auch mal die von echten Wissenschaftlern. Ich empfehle für den einfachen Zugang Wikipedia.

j) Alle fossilen Insekten sind den heutigen an Organisationshöhe ebenbürtig das ist zunächst einmal nur eine Behauptung, sie umfasst z.B. nicht das komplexe verhalten der heutigen Insekten.

k) Aus dem fossilen Quastenflosser sollen sich die Landlebewesen entwickelt haben. Wenn der Quastenflosser heute noch lebt (Latimeria), dann besteht ein Widerspruch innerhalb der Evolutionslehre:

1. Durch unendlich viele Mutationen und Selektionen wegen Umweltänderungen entwickelte sich der Quastenflosser in vielen Millionen Jahren bis zum Menschen.

2. Der Quastenflosser wurde in den vielen Millionen Jahren von Mutationen und Selektionen fast vollkommen verschont. Es scheint fast keine Umweltänderungen gegeben zu haben, die Selektionen erforderlich machten. Punkt 2 ist nachprüfbar. Es gibt auch noch viele andere „lebende Fossilien“. Punkt 1 kann nicht beobachtet werden.

Die Höherentwicklung vom Fisch zum Menschen ist keinesfalls bewiesen. zum 100. Mal: beweisen können wir nicht, das zeigt, das Sie nicht verstehen, wie Wissenschaft funktioniert.

– Es ist fraglich, ob wir genau vom Quastenflosser abstammen, man kann eher annehmen, das wir einen gemeinsamen Vorfahren haben. Diese Art lebte in einem Gebiet in dem es sowohl Tiefwasserbereiche gab und auch Flachwasserbereiche. In diesen Bereichen herrschte ein anderer Selektionsdruck als im Tiefenwasser. Noch heute können wir solche Anpassungsmechanismen beobachten Bsp Schlammspringer. Hier besteht überhaupt kein Widerspruch

ich könnte noch weitermachen, aber es fehlt mir Zeit und der Glaube dass es irgendetwas bewirkt, aber zu guter Letzt:

Die menschlichen Fossilfunde werden geologisch immer älter und zoologisch immer moderner. Das ist falsch und ich weiß nicht woher Sie das haben. Behauptungen hinschreiben kann ich auch, sie belegen wird dann schwieriger.

Ich werde Ihnen nun nicht mehr schreiben, aus vielfach genannten Gründen. Ich bitte Sie noch einmal darum, kritischer mit Ihren Quellen umzugehen und darauf zu achten, dass Sie die Meinung Andersdenkender auch in Zukunft respektieren. Die Verfasser der von Ihnen verwendeten Quellen beachten dies nicht immer. Ich lege Ihnen weiterhin ans Herz sich als nächstes einmal mit Wissenschaftstheorie zu beschäftigen und dann noch einmal kritisch zu bedenken, ob das was Sie betreiben und verfolgen wirklich Wissenschaft ist. Nach Meinung der wissenschaftlichen Welt ist es das nicht. Und weiterhin haben Sie mich in meinem Glauben bestärkt, dass eine ernsthafte Diskussion mit Kreationisten nicht möglich ist. ich wünsche Ihnen trotzdem weiterhin ein erfülltes Leben

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