Evo-e-mail-24


Fortsetzung mail (24)

ohne Sinn

Hallo Herr Gerhard Lingenberg,
ich will mal einfach das Bild des Textes mit Kapiteln beibehalten, auch
wenn es ebenso schlecht auf die Evolution passt, wie das Bild der Programmierung.
Im Grunde genommen ist es dadurch aber sehr geeignet um die Evolution in Bezug auf ihre Arbeitsweise (wenn man diesen Begriff überhaupt in diesem Zusammenhang verwenden kann) sowie die Entstehung von Neuem zu veranschaulichen.Nehmen wir an, ein konkreter Text liegt vor. Er hat eine konkrete Bedeutung, und nur Texte mit einer konkreten verständlichen Bedeutung können gelesen und verstanden werden. Diese Bedeutung ist insofern konkret, dass dieser eine Text eine bestimmte Bedeutung hat, aber natürlich auch andere Texte eine eigene Bedeutung haben können. Solange die Bedeutung erkannt werden kann, ist der Text verständlich. Dies definieren wir in diesem Zusammenhang einfach einmal als Leben. Das Überleben eines konkreten Textes beruht also auf dem Lesen eines Textes, und der Erkennung seiner Bedeutung.„I think, a change in the genes by mutation can only have selection-worthy
information content, if the whole chapter is changed at the same time at
least. The chapter must also fit meaningfully the other chapters. Hereby
I only want to show, how improbable it is such a chapter becomes meaningful by coincidental processes.”Grundsätzlich ist ein Text, Kapitel, Satz und Wort in einer bestimmten
Sprache verfasst. Warum ist das so? Weil es jemanden gibt, der diese Sprache versteht, Buchstaben zu Wörtern verkettet, und diese mit einer Bedeutung verbinden kann, und somit dem Inhalt eine klare Bedeutung zumessen kann.
Bedenkt man nun aber, wie viele unterschiedliche Sprachen es gibt, und wie
viele unterschiedliche Sprachen noch denkbar sind, so ist klar, dass dieser
Text, die Kapitel, die Sätze und Wörter vollkommen anders Aussehen könnten, und dennoch das Selbe bedeuten würden. Hierbei sei einmal außen vorgelassen, dass auch unterschiedliche Grammatiken bei identischer Wortbedeutung möglich wären.
„Ich denke, Änderung in den Genen durch Mutation kann nur selektionswürdigen Informationsgehalt haben, wenn mindestens das ganze Kapitel gleichzeitig geändert wird. Das Kapitel muss sich auch sinnvoll in die anderen Kapitel einreihen. Ich will hiermit nur zeigen, wie unwahrscheinlich es ist, dass ein solches Kapitel durch zufällige Prozesse sinnvoll wird.“Wenn ich bereits einen komplexen Text habe, in dem einzelne Wörter oft Vorkommen, kann ich die Bedeutung der Wörter natürlich nicht mehr ändern. Wenigstens darf ich einem Wort keine komplett andere Bedeutung an einer Stelle geben, ohne das dadurch alle Sätze unsinnig zu machen. Sprich, die Sprache steht fest? Nein, denn ich kann die Sprache um neue Wörter ergänzen und alte, nicht oder selten verwendete Wörter weglassen, ohne dass das das Überleben meines Textes sonderlich tangiert. Meine Sprache ist also auf niedrigem Level im Fluss.Aber es geht noch weiter. Ich kann den Text ändern, und diese Wörter einfügen oder entfernen. Geschieht dies an einer passenden Stelle, so ändere ich damit sinnvoll den Inhalt. Ich kann also auf niedrigem Level meinen Text ohne Gefahr für sein überleben ändern. Ohne Gefahr? Natürlich nicht. Denn wenn ich bestimmte Schlüsselstellen ändere wird der Text an dieser Stelle unverständlich. Diese werden durch die Selektion eliminiert.

„Ich denke, essentielle Änderung in Genen durch Mutation kann nur selektionswürdigen Informationsgehalt haben, wenn das ganze Kapitel geändert wird. Das Kapitel muss sich auch sinnvoll an die anderen einreihen. Ich will hiermit zeigen, wie unwahrscheinlich es scheint, dass ein solches Kapitel durch mehr oder weniger zufällige Prozesse sinnvoll wird.“

Und es geht noch weiter. Ich kann Wörter durch sinnverwandte Wörter ersetzen. In gewissen Fällen müssen diese nicht einmal sinnverwandt sein, wichtig ist ja nur, dass die Wörter zu inhaltlich verständlichen Texten führen.

„Ich weiß, essentielle Änderung am genetischen Code durch Mutation kann
nur selektionswürdig sein, wenn nicht das ganze Kapitel geändert wird. Ein
Satz muss sich auch sinnvoll an die anderen einreihen. Ich will hiermit
zeigen, wie unwahrscheinlich es ist, dass ein solcher Textabschnitt durch
mehr oder weniger zufällige Mechanismen verständlich wird.“

Im Übrigen enthalten nicht nur Kapitel oder komplette Texte wichtigen Inhalt, sondern auch bereits die einzelnen Sätze. Zwar werden bestimmte Inhalte nur im ganzen Kontext klar, aber spezielle Sätze oder Satzteile wiederholen sich bisweilen, oder wären auch an anderer Stelle nutzbar. Auch das Wegfallen nicht mehr nötiger Sätze oder Satzbestandteile ist denkbar. Sicher können hiermit die bisher stärksten Änderungen am Inhalt vollzogen werden.

„Ich will hiermit zeigen, essentielle Änderung am genetischen Code durch
Mutation kann nur selektionswürdig sein. Ein Satz muss sich auch sinnvoll
an die anderen einreihen, wenn nicht das ganze Kapitel geändert wird. Ich
weiß, dass ein solcher Textabschnitt durch mehr oder weniger zufällige Mechanismen verständlich wird.“

Fangen wir an ein bisschen mit unseren Möglichkeiten zu arbeiten:

„Ich will hiermit zeigen, essentielle Änderung am genetischen Code durch
Mutation kann nur selektionswürdig sein. Ein Satz muss sich auch sinnvoll
an die anderen einreihen. Ich weiß, dass ein solcher Textabschnitt durch
mehr oder weniger zufällige Mechanismen verständlich bleibt, wenn nicht
das ganze Kapitel geändert wird.“

„Ich will hiermit zeigen, essentielle Änderung am genetischen Code durch
Mutation kann nur selektionswürdig sein. Ein Satz muss sich auch sinnvoll
an die anderen einreihen. Ich weiß, dass ein solcher Textabschnitt durch
mehr oder weniger zufällige Mechanismen verständlich bleibt, wenn nicht
das ganze Kapitel geändert wird.“

„Ich zeige hiermit, essentielle Änderung am genetischen Code durch Mutation kann nur selektionswürdig sein. Ein Satz muss sich nicht sinnvoll an die anderen einreihen. Ich weiß, dass ein solcher Textabschnitt durch mehr oder weniger zufällige Mechanismen verständlich bleibt, wenn nicht das ganze Kapitel geändert wird.“

„Ich zeige hiermit, essentielle Änderung am genetischen Code durch Mutation kann nur selektionswürdig sein. Ein Satz muss sich nicht sinnvoll an die anderen einreihen. Ein Satz muss einreihen. Ich weiß, dass ein solcher Textabschnitt durch mehr oder weniger zufällige Mechanismen verständlich bleibt, wenn nicht das ganze Kapitel geändert wird.“

„Ich zeige hiermit, essentielle Änderung am genetischen Code durch Mutation kann nur selektionswürdig sein. Ein Satz muss sich nicht sinnvoll an die anderen einreihen. Ein Satz muss sich einfach einreihen. Ich weiß, dass ein solcher Textabschnitt durch mehr oder weniger zufällige Mechanismen verständlich bleibt, gerade wenn nicht das ganze Kapitel geändert wird.“

„Ich zeige hiermit, essentielle Änderung am genetischen Code durch Mutation kann nur selektionswürdig sein. Ein Satz muss sich nicht sinnvoll an die anderen einreihen. Ein Satz muss sich einfach irgendwo einreihen. Ich weiß, dass ein solcher Textabschnitt durch zufällige Mechanismen verständlich bleibt, wenn nicht das ganze Kapitel geändert wird.“

„Ich zeige hiermit, dass essentielle Änderung am genetischen Code durch
Mutation nur selektionswürdig sein kann. Ein Satz muss sich nicht sinnvoll
an die anderen einreihen. Ein Satz muss sich einfach irgendwo einreihen.
Ich weiß, dass ein solcher Textabschnitt durch zufällige Mechanismen immer noch verständlich bleibt, gerade wenn nicht das ganze Kapitel geändert wird.“

„Ich zeige hiermit, dass essentielle Änderung am genetischen Code durch
Mutation nur selektionswürdig sein kann. Ein Satz muss sich nicht sinnvoll
an die anderen einreihen. Ein Satz muss sich einfach irgendwo einreihen.
Ich weiß, dass ein solcher Textabschnitt durch zufällige Mechanismen immer noch verständlich bleibt. Ich weiß, gerade wenn nicht das ganze Kapitel geändert wird, offenbart sich die Einfachheit.“

„Ich zeige hiermit, dass essentielle Änderung am genetischen Code durch
Mutation nur selektionswürdig sein kann. Ein Satz muss sich nicht sinnvoll
an die anderen einreihen. Ein Satz muss sich einfach irgendwo einreihen.
Ich weiß, dass ein solcher Textabschnitt durch zufällige Mechanismen immer noch verständlich bleibt. Ich weiß, gerade wenn nicht das ganze Kapitel geändert wird, offenbart sich die Einfachheit des Genetischen Codes.“
…Man erkennt, wie ich den Text durch kleine Änderungen nach einfachen Regeln immer weiter manipuliere, und auch in der Lage bin, dem Text dadurch eine komplett andere Bedeutung zu geben. Zwar ist mangels meiner Kreativität und noch mehr mangels Fleiß noch kein komplettes Kapitel entstanden, aber die Behauptung, dass durch kleine Änderungen kein neues Kapitel entstehen könnte ist an dieser Stelle bereits eindeutig widerlegt. Man mag dagegenhalten, dass ich hier an einigen Stellen recht große Schritte mache, aber diese großen Schritte lassen sich in kleinere Schritte aufteilen. Man mag dagegen halten, dass natürlich viele andere Möglichkeiten eine Änderung nach den aufgezeigten Regeln durchzuführen zu relativ sinnlosen Ergebnissen führen
kann. Das ist Richtig, aber das ist eben Selektion. Und hier mache ich jetzt
auch die Verknüpfung zur Evolution: Die oben beschriebenen Regeln entsprechen durchaus im Äquivalent den Regeln nach denen Evolutionsprozesse ablaufen.
Nur ist dies bei der Evolution noch einfacher. Bei den Genen gibt es nur
64 Wörter aus jeweils 3 Buchstaben, die die Elemente der Sätze bilden. Hinzu kommt, dass durchschnittlich 3 Wörter eine identische Bedeutung haben, und Wörter mit einem Buchstaben Unterschied eine ähnliche, in gewissem Maße sinnverwandte Bedeutung haben. Damit wird klar, dass durch der Austausch von Wörtern oder sogar nur Buchstaben um ein exponentiell vielfaches weniger Problematisch ist, als es bei diesem Textbeispiel der Fall wäre. Dies verringert die durch Evolutionsprozesse ausselektierten „Texte“ um einen riesigen Faktor.
Bedenkt man nun noch, dass die Evolution nicht Zielgerichtet ist, sprich
es vollkommen egal ist, was für ein „Text“ heraus kommt, Hauptsache er hat
einen verständlichen Inhalt, also es überlebt, wird das Ganze noch viel
wahrscheinlicher. Ein weiterer Punkt ist, dass auch weniger verständliche
„Texte“ überleben können. Wenn ich sage: „Peter wirft einen Stein nach Frank.“.
Kann man in Zusammenhang des Textes auch: „Peter Frank Stein.“ noch in gewisser Weise verstehen. Dies entspricht weniger funktionsfähigen Genen in der Natur, aber dies führt nicht zwangsläufig zum Tode.

Ziehen wir zuletzt noch den Kreis zum Kapitel: Die Vorstellung von Kapiteln ist so nicht auf die Natur zu übertragen. Gene werden nicht Kapitelweise gelesen, sondern die Sätze können kreuz und quer im Genom verteilt sein. Einige Sätze verwenden Wörter oder Wortgruppen anderer Sätze mit. So können auch Sätze enthalten sein, die keinen Sinn ergeben, weil Sie überhaupt nicht gelesen werden. Um es auf den Punkt zu bringen:

Wer behauptet ein Kapitel könne nicht aus Zufallsprozessen und Selektion
entstehen, hat bereits unrecht. Es geschieht nur nicht, weil der Mensch
diese Kapitel schreibt, und der Inhalt vorher festgelegt ist. Die Evolution
hat weitaus geringere Schranken bei evolutionären Prozessen, und arbeitet
auch nicht zielgerichtet, sprich alle Wege stehen der Evolution offen. Und
das soll dann nicht möglich sein?

„Dnkee, damit Mutation skletoniswürdigen Itfionamrosgehalt, min gäneerdt gnaz. Kpitela rieneh Snin Pflicht. Zeigen, unwrscheinilch: Kpitela zulfäigl.“
<– Ganz im Gegenteil…<

mit Sinn

vom 12.10.07
Hallo.

Abgesehen davon, dass ein sinnvoller Text überhaupt
erst mal entstehen muss, scheint mir die Änderung eines Textes im Sinne
der Evolution, wie sie es beschreiben, nicht möglich zu sein. Das Ergebnis
kann nicht beliebig sein, sondern sollte höherwertige, völlig neue
Information enthalten. Diese Information sollte neue Strukturen, z.B.
neue Organe, beschreiben und festlegen, wie sie entstehen sollen. Auch
die Zusammenarbeit  mit den vorhandenen Strukturen  müssen
festgelegt sein. Es geht nicht um das Überleben, sondern um die Entstehung
eines vollkommen neuen Textes.
Natürlich gibt es viele unterschiedliche Sprachen. Es
ist aber eine Tatsache, dass die Informationen sämtlicher Lebewesen,
Tiere und Pflanzen, in einer einheitlichen Sprache kodiert sind. Dieses
Prinzip wird als „Universalität des Codes“ bezeichnet. Es gibt nur wenige
Ausnahmen davon, z.B. in den Mitochondrien. Wenn sich nach der ET die
Arten schon sehr früh abgespalten haben, dann sollten doch die Kode-Sprachen
der  heutigen Arten, die am weitesten auseinanderliegen, sich verschieden
entwickelt haben. Sie scheinen ja auch damit zu rechnen. Es ist aber
nicht so.
Gut, sie haben den Text so geändert, dass er für sie
einen annehmbareren Sinn hat. Sie hatten den Willen dazu, sie hatten
ein Ziel, sie hatten einen Plan und haben ihn mit ihrer Intelligenz,
Kreativität, Fleiß ausgeführt. Sie waren der Designer. Das alles schließt
die Evolution aus. Nehmen wir an, durch Zufall hat sich ein Wort geändert
und wäre vererbbar geworden (gespeichert). Nach einigen Jahren ändert
sich ein anderes Wort. Ob das Wort sinnvoll ist oder nicht, weiß die
Evolution nicht und speichert es auch. Selektion ist nicht möglich,
welches sollten auch die Auswahlkriterien sein. Wenn das so weitergeht,
könnte auch nach 1 Millionen Jahren kein sinnvolles Kapitel entstehen.
Nehmen wir an, durch Zufall hat sich das ganze Kapitel durch eine
Mutation geändert. Jetzt wäre die Änderung selektionswürdig, erst
jetzt wäre sie wichtig für das Überleben bei einer Umweltänderung.
Diese Schwierigkeit meinte ich. Das ganze Kapitel müsste sofort dem
Überleben dienen. Bei der Mikroevolution kann man davon ausgehen,
dass das Kapitel schon von Anfang an vorhanden war und nur neu aufgerufen wird. Hier endet die Diskussion.
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