Evo-e-mail-6

Ein offengebliebener e-mail-Wechsel (6):

Ich halte Sie nicht für naiv und möchte mit Ihnen sachlich diskutieren. Dazu ist festzustellen, dass ich an die Glaubwürdigkeit der Bibel glaube und Sie nicht. Es wäre fair, wenn jeder den Glauben des Anderen achten würde.  „Intelligent Design“ hat zunächst nichts mit der Bibel zu tun. Der Ausdruck sagt lediglich, dass alles, was sinnvoll zusammengesetzt ist und zusammenarbeitet durch eine Intelligenz geplant und erschaffen sein muss. Es kann doch nicht so falsch sein, wenn jemand zu diesem Schluss kommt. Man kann dies fast mit einem Indizienbeweis vergleichen.
RICHARD DAWKINS beschreibt in einem grundlegenden Satz in „THE BLIND WATCHMAKER – CHAPTER 2″ ein “ GOOD DESIGN“ als Alternative zum „Intelligent Design“:
„Natural selection is the blind watchmaker, blind because it does not see ahead, does not plan consequences, has no purpose in view. Yet the living results of natural selection overwhelmingly impress us with the appearance of design as if by a master watchmaker, impress us with the illusion of design and planning. The purpose of this book is to resolve this paradox to the satisfaction of the reader, and the purpose of this chapter is further to impress the reader with the power of the illusion of design. “
Die natürliche Selektion ist der blinde Uhrmacher, weil sie nicht voraussehen kann. Sie plant keine Folgen eines Werkes mit ein. Sie sieht keinen Zweck (sie will wahrscheinlich auch nichts schaffen). Es ist doch interessant, dass Dawkins jetzt sagt, dass die lebenden Resultate der natürlichen Selektion uns überwältigend beeindrucken mit dem Erscheinen von Design, als wäre ein Werk von einem Meisteruhrmacher geschaffen worden. Es würde uns beeindrucken mit der Illusion von Design und Planung. Der Zweck seines Buches ist es, dieses Paradox zur Zufriedenheit seiner Leser zu lösen. Und der Zweck dieses Kapitels ist es weiter, den Leser von der Kraft der Illusion von Design zu beeindrucken.

Er setzt voraus, dass die lebenden Werke durch natürliche Selektion entstanden seien. Das was er erklären will, setzt er praktisch schon voraus. Statt „Good Design“ würde ich es als „Unintelligent Design“ bezeichnen, also die Entstehung eines lebenden Werkes ohne Intelligenz, ohne Wille, ohne Plan, ohne Zweck.

Wenn man einen Menschen betrachtet, dann sei der geordnete Aufbau und Zusammenspiel aller Komponenten nicht wirklich vorhanden, sondern nur eine Illusion.
Dawkins behauptet, dass Intelligenz nicht notwendig sei für die Schaffung eines äußerst komplexen Gebildes wie der Mensch oder auch nur einer einzelnen lebenden Zelle. Ich frage Sie : Was ist wissenschaftlicher: „Intelligent Design“ oder „Unintelligent Design“. Es geht hier nicht um die Frage, wer der Designer ist. Wenn Sie das Nachdenken darüber als Zeitverschwendung ansehen, dann werden Sie wohl nicht mehr schreiben.
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