Was sagt die Bibel über die Hölle?

Gibt es überhaupt eine Hölle? Ist Gott grausam, weil er so etwas geschaffen hat?

Hes. 32,17 Und im elften Jahr am fünfzehnten Tag desselben Monats geschah des HERRN Wort zu mir:
18 Du Menschenkind, wehklage über das stolze Volk in Ägypten und stoß es hinab mit den Töchtern der starken Völker, tief unter die Erde zu denen, die in die Grube gefahren sind.

Dan. 12,2 Und viele, die unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die andern zu ewiger Schmach und Schande.

Matth. 5,22.29.30 Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz!, der ist des Hohen Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr!, der ist des höllischen Feuers schuldig.
29 Wenn dich aber dein rechtes Auge zum Abfall verführt, so reiß es aus und wirf’s von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde.

Matth. 8,12 aber die Kinder des Reichs werden hinausgestoßen in die Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappern.
Matth. 10,28 Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können; fürchtet euch aber viel mehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle.
Matth. 18,8-9 Wenn aber deine Hand oder dein Fuß dich zum Abfall verführt, so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, dass du lahm oder verkrüppelt zum Leben eingehst, als dass du zwei Hände oder zwei Füße hast und wirst in das ewige Feuer geworfen.
9 Und wenn dich dein Auge zum Abfall verführt, reiß es aus und wirf’s von dir. Es ist besser für dich, dass du einäugig zum Leben eingehst, als dass du zwei Augen hast und wirst in das höllische Feuer geworfen.
Matth. 22,13 Da sprach der König zu seinen Dienern: Bindet ihm die Hände und Füße und werft ihn in die Finsternis hinaus! Da wird Heulen und Zähneklappern sein.
Matth. 23,33 Ihr Schlangen, ihr Otternbrut! Wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen?
Matth. 24,51 und er wird ihn in Stücke hauen lassen und ihm sein Teil geben bei den Heuchlern; da wird sein Heulen und Zähneklappern.
Matth. 25,30 Und den unnützen Knecht werft in die Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zähneklappern.
Matth. 25,41.46 Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!
46 Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben.

Mark. 3,29 wer aber den Heiligen Geist lästert, der hat keine Vergebung in Ewigkeit, sondern ist ewiger Sünde schuldig.
Mark. 9,43.47-48 Wenn dich aber deine Hand zum Abfall verführt, so haue sie ab! Es ist besser für dich, dass du verkrüppelt zum Leben eingehst, als dass du zwei Hände hast und fährst in die Hölle, in das Feuer, das nie verlöscht.
47 Wenn dich dein Auge zum Abfall verführt, so wirf’s von dir! Es ist besser für dich, dass du einäugig in das Reich Gottes gehst, als dass du zwei Augen hast und wirst in die Hölle geworfen,
48 wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlöscht.

Lk. 13,28 Da wird Heulen und Zähneklappern sein, wenn ihr sehen werdet Abraham, Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes, euch aber hinausgestoßen.
Lk. 16,23-24 Als er nun in der Hölle war, hob er seine Augen auf in seiner Qual und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß.
24 Und er rief: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, damit er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und mir die Zunge kühle; denn ich leide Pein in diesen Flammen.

2.Thess. 1,9 Die werden Strafe erleiden, das ewige Verderben, vom Angesicht des Herrn her und von seiner herrlichen Macht,

2.Petr. 2,17 Das sind Brunnen ohne Wasser und Wolken, vom Wirbelwind umhergetrieben, ihr Los ist die dunkelste Finsternis.

Judas 7 So sind auch Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die gleicherweise wie sie Unzucht getrieben haben und anderem Fleisch nachgegangen sind, zum Beispiel gesetzt und leiden die Pein des ewigen Feuers.

Offb. 14,9-11 Und ein dritter Engel folgte ihnen und sprach mit großer Stimme: Wenn jemand das Tier anbetet und sein Bild und nimmt das Zeichen an seine Stirn oder an seine Hand,
10 der wird von dem Wein des Zornes Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in den Kelch seines Zorns, und er wird gequält werden mit Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm.
11 Und der Rauch von ihrer Qual wird aufsteigen von Ewigkeit zu Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier anbeten und sein Bild und wer das Zeichen seines Namens annimmt.
Offb. 21,8 Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.
Offb 20,10 Und der Teufel, der sie verführte, wurde geworfen in den Pfuhl von Feuer und Schwefel, wo auch das Tier und der falsche Prophet waren; und sie werden gequält werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Offb 20,11 Und ich sah einen großen, weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine Stätte für sie gefunden.
Offb 20,12 Und ich sah die Toten, groß und klein, stehen vor dem Thron, und Bücher wurden aufgetan. Und ein andres Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren Werken.
Offb 20,13 Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und sein Reich gaben die Toten heraus, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken.
Offb 20,14 Und der Tod und sein Reich wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der zweite Tod: der feurige Pfuhl.
Offb 20,15 Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben in dem Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl.

Joh 5,26 Denn wie der Vater das Leben hat in sich selber, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in sich selber;
Joh 5,27 und er hat ihm Vollmacht gegeben, das Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist.
Joh 5,28 Wundert euch darüber nicht. Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden,
Joh 5,29 und werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts.
Joh 5,30 Ich kann nichts von mir aus tun. Wie ich höre, so richte ich, und mein Gericht ist gerecht; denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.

Dan 12,2 Und viele, die unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die andern zu ewiger Schmach und Schande.

Hebr. 10,27 sondern nichts als ein schreckliches Warten auf das Gericht und das gierige Feuer, das die Widersacher verzehren wird.

4 Gedanken zu „Was sagt die Bibel über die Hölle?“

  1. Lieber Bruder, Sie stellen an den Anfang ihres Artikels eine Frage, die beantwortet bleibt. So bleibt der Zweifel im Raum stehen, ob Gott nun erbarmungslos ist oder nicht. Tatsache ist: Zur Hölle finden wir in der Bibel ambivalente Aussagen: einerseits werden die „Kinder des Reichs“ in die
    Finsternis hinausgestoßen (Mt 8,12) andererseits ist sich Paulus sicher, dass das ganze Israel gerettet wird. (Rö 11,26). Was machen wir dann mit Rö 11,32: Gott hat alle beschlossen unter den Unglauben, um sich aller zu erbarmen?

    Wie verträgt sich die Pflicht des Gläubigen, auch noch dem reuelosen Verfolger zu vergeben mit dem Beschluss eines Gottes, der die Mehrzahl aller Menschen, die zwar freundlich und menschlich mit anderen umgegangen sind, aber zum christlichen Glauben keinen tieferen Bezug bekommen haben, unablässig für Jahrmillionen Jahre und länger erbarmungslos zu foltern?

    Gläubige sollen mitwirken im Gericht nach 1.Kor 6,2-3. Ist die Belohnung für lebenslanges Bemühen um Barmherzigkeit, dass Gläubige wie ein KZ-Arzt an der Rampe stehen und Daumen hoch Daumen runter über ewige Folter entscheiden,
    oder werden sie das tun dürfen, was sie zeitlebens getan haben, sich um ein barmherziges Ergebnis bemühen?

    Tatsache ist: die in evangelikal-fundamentalistischen Kreisen üblichen Vorstellungen zur Hölle vermitteln ein zutiefst deprimierendes Gottesbild, durch das sensiblen Seelen
    durchaus einen psychischen Dauerschaden erleiden können.

    Solche Gläubige bleiben in der Regel sich selbst überlassen, wer die Hölle nicht verdauen kann, hat einen „schwachen Glauben“ und ist folglich selber schuld.

    Das ist die Praxis. Doch ist das eine barmherzige Antwort?

    Evangelikal-fundamentalistische Gläubige sind leider sehr oft auf ein buchstabenhöriges Bibelverständnis fixiert und haben panische Angst vor dem Vorwurf ihrer Glaubensbrüder, nicht mehr 100% linientreu zu sein.

    Deswegen findet eine offene Diskussion der Mängel des eigenen Bibelverständnisses und glaubwürdigerer Lösungsansätze gewöhnlich nicht statt.

    Wir möchten Ihnen und Ihren Lesern unsere Erkenntnisse
    zu diesem Thema vorstellen:

    http://www.matth2323.de/fromme-gewalt/
    http://www.matth2323.de/hoelle

    Ihre Korrektur ist ausdrücklich erwünscht! Wir drucken alle Zuschriften ab! (In evangelikal.fundamentalistischen Kreisen durchaus unüblich, wo man nur auf bereits vorhandenen Schienen denken darf…)

    Mit freundlichem brüderlichem Gruß
    im Namen des Arbeitskreises
    Christian Rahn

    1. Lieber Herr Rahn,

      Gott ist barmherzig, aber nicht nach dem Gießkannenprinzip.
      matth. 8,12 „aber die Kinder des Reichs werden hinausgestoßen in die Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappern.“

      Wer sind die Kinder des Reiches? Ich denke, das kann nur das Volk Israel sein, Gottes auserwähltes Volk. Auch für sie gilt aber, dass nur die errettet werden, die an Jesus glauben.

      Römer.11, 26.32 26 „und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht (Jesaja 59,20; Jeremia 31,33): »Es wird kommen aus Zion der Erlöser, der abwenden wird alle Gottlosigkeit von Jakob.
      27 Und dies ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde.«
      28 Im Blick auf das Evangelium sind sie zwar Feinde um euretwillen; aber im Blick auf die Erwählung sind sie Geliebte um der Väter willen.
      29 Denn Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen.
      30 Denn wie ihr zuvor Gott ungehorsam gewesen seid, nun aber Barmherzigkeit erlangt habt wegen ihres Ungehorsams,
      31 so sind auch jene jetzt ungehorsam geworden wegen der Barmherzigkeit, die euch widerfahren ist, damit auch sie jetzt Barmherzigkeit erlangen.
      32 Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme.

      Alle sind ungehorsam, aber Gott erbarmt sich aller, die an Jesus Christus glauben.

      Gott vergibt nur dem reuigen Sünder, er hat den Überblick. Ich dagegen weiß ja nicht, ob dieser noch bereuen wird. Gott sagt in der Bibel ganz klar, dass er nicht will, dass jemand für die Ewigkeit gefoltert wird. Er ist heilig und gerecht und muss Sünde bestrafen. Jesus trug die Strafe. Jeder kann in der Bibel nachlesen, dass er jeden, der an ihn glaubt, nicht verdammt.

      Lebenslanges Bemühen um Barmherzigkeit bringt leider keinen in den Himmel, das ist gegen unser Gerechtigkeitsgefühl. Aber weil Gott keine Sünde duldet, ist kein Mensch gut genug, weil keiner ohne Sünde ist.
      Wenn ein KZ-Arzt Buße tut, das heißt Sünde bereut und nicht mehr tun will, dann kommt er in den Himmel. Ob uns das recht ist oder nicht.
      Die gute Nachricht ist doch, dass Jesus die Strafe an unserer statt getragen hat. Nur wenn wir uns auf ihn berufen (an ihn glauben) sind wir ohne Sünde.

      Jesus ist auf die Erde heruntergekommen, damit Menschen Buße tun und eben nicht in der Hölle landen. Die in evangelikal-fundamentalistischen Gläubigen üblichen Vorstellungen richten sich nach dem, was in der Bibel steht, wobei keiner genau weiß, was bildlich gemeint oder Wirklichkeit ist. Himmel und Hölle können mit menschlichen Worten nicht wirklich erklärt werden.

      Es kommt nicht auf die Stärke des Glaubens an. Es kommt auf den Glauben an einen großen und gnädigen Gott an. Wer wirklich an der Wahrheit interessiert ist dem hilft der Heilige Geist zu diesem Glauben. Wer an der Wahrheit interessiert ist, wird auch erkennen, dass nichts Neues von selbst entsteht. Auf der Suche nach dem Schöpfer wird ihn der Heilige Geist bestimmt zum Lesen der Bibel bringen, so dass er an Jesus glauben kann.
      Wenn ich nicht glaube, dass die Bibel wahr ist, kann ich mich auch nicht auf sie berufen als das Wort Gottes. Dann wäre Gott ein Lügner. Dann müsste ich Angst vor der Hölle haben und vor den vielen Vorstellungen, die manche Menschen davon haben.
      100%ige Linientreue ist: Ich weiß, dass Jesus für mich gestorben ist und durch seinen Tod meine Strafe auf sich genommen hat. Ich bin vor Gott ohne Sünde. Da ich meine Sünden bereut habe, will ich sie nicht mehr tun. Wenn ich aber doch Sünde tue, obwohl ich nicht will, kann ich sie wieder vor Gott bereuen. Dazu kann mir ein Glaubensbruder helfen. Er wird das gerne machen. Warum sollte ich Angst vor ihm haben? Natürlich nehme ich die Gnade nicht leichtsinnig. Sie hat schließlich Jesu Tod gekostet.
      Eine offene Diskussion findet natürlich statt. Allerdings glaube ich, dass der Mensch mit seinem kleinen Verstand nicht alles verstehen kann, was der höchste, allmächtige Schöpfer des gesamten Universums in den menschlichen, begrenzten Sprachen offenbart hat. Wenn ich einen Teil der Bibel für nicht wahr halten würde, wie sollte ich die anderen Teile für wahr halten, die alle zusammen gehören und voneinander abhängen. Welcher Mensch hält sich für klüger als Gott und kann bestimmen, was an der Bibel nicht wahr sein soll. Wer war es wohl, der als erster Zweifel an der Bibel gesät hat? Der Satan hat schon gesagt: Sollte Gott gesagt haben? Ihr werdet auf keinen Fall sterben, wenn ihr von der verbotenen Frucht esst. Welch eine Lüge. Jeder Mensch muss sterben.
      Ich möchte sie bitten, die evangelikal-fundamentalistischen Gläubigen aus ihrer engen Schublade herauszuholen.
      Ich habe die Bibel als mein Fundament. Sonst wäre ich nie von dem Zwang frei geworden, Alkohol zu trinken.

      Mit freundlichen Grüßen
      Gerhard Lingenberg

  2. Lieber Bruder Lingenberg,
    Auch ich sehe die Bibel als Fundament meines Lebens. Sie ist der Kanal, durch den der Geist des Schöpfers mit charakterverändernder Kraft dem
    ichbezogenen und triebhaft gesteuerten Leben entgegenwirkt. Dank des Sühnopfers Jesu erfährt der Gläubige die Freude über die Reinigung von Schuld und darf jeden neuen Tag unbelastet beginnen.

    Das sind die sog. Heilstatsachen bzw. der Kern der frohen Botschaft, den man sogar ohne Buchstaben an Analphabeten weitergeben kann: mit dem bekannten Buch mit 5 Seiten in den Farben: schwarz, rot, weiß, grün, golden.
    http://www.matth2323.de/irrlehre/#heilstatsachen
    Sie haben einen sehr guten und treffenden Satz formuliert: Es kommt nicht auf die Stärke des Glaubens an. Es kommt auf den Glauben an einen großen und gnädigen Gott an.
    Eben darum geht es mir. Denn nur daran kann man sinnvoll anknüpfen.

    Die große Frage, die Luther umtrieb, wie gnädig ist Gott? Besondere Not machte ihm der Hebräerbrief, der viermal Drohungen enthält, die sagen, dass es möglich ist, dass reuige Sünder nicht mehr angenommen werden (Hebr 3,8-19 / 6,4 / 10,28 / 12,17) und ein schwerer Schlag gegen die Heilsgewissheit sind weil sie die Verheißung Jesu aufzulösen drohen. Denn wie passen die Drohungen zusammen mit der Einladung: „Wer immer zu mir kommt, den werde ich niemals hinausstoßen…“ (Joh 6,37) „Kommt her zu mir ALLE, die ihr mühselig und beladen seid… ? (Mt 11,28)
    Wer definiert, was „nicht genug glauben, „Abfall„, „mutwillig sündigen„, „unwiderrufliches Verkaufen des Erstgeburtsrechts“ ist? Es bleibt offen!
    Immer wieder treffe ich Christen, die sich genau wie einst Luther mit der Angst vor dem Hebräerbrief herumplagen.

    Luther hat keine andere Antwort gewusst, als den Hebräerbrief als apokryphe Schrift einzustufen, als eine Schrift, die zwar in Teilen wertvoll war, aber nicht“überall auf gleicher Höhenlage“. Er konnte sich hier sogar auf dieselbe Einschätzung etlicher alter Kirchenväter berufen.
    http://www.matth2323.de/ein-altes-problem/
    Erst auf dieser Basis konnten ihm seine Grundsätze „Allein die Schrift, allein der Glaube, allein Christus“ helfen.
    Wie viel gläubige Christen kennen diese Tatsache? Kaum jemand ! Obwohl Luther in seiner Vorrede zum Hebräerbrief sich ganz klar und deutlich geäußert hat.
    Meine Erfahrung: Evangelikale Christen wollen das nicht hören! Und deswegen muss ich Ihrer Behauptung „Eine offene Diskussion findet natürlich statt“ entschieden widersprechen.

    Man sollte hier die Ursachen einmal näher untersuchen dürfen, doch dem steht dieselbe philosophische Argumentation entgegen, die für die Chicago-Schule typisch ist und jedes weitere Nachdenken abwürgt. Sie schreiben: „Wenn ich einen Teil der Bibel für nicht wahr halten würde, wie sollte ich die anderen Teile für wahr halten, die alle zusammen gehören und voneinander abhängen?“
    Damit wird die – leicht widerlegbare – Behauptung aufgestellt, dass alles in der Bibel im finalen Lehrsatz-Stil, d.h. in höchster Qualität geschrieben sein muss. Wer genau hinsieht, dass der überwiegende Teil der Bibel in diesem Stil geschrieben ist, dass es aber vereinzelt auch Aussagen gibt, die vorläufig, verbesserungswürdig sind (Schatten-Texte, Übungstexte).
    Eine kleine Liste biblischer Aussage-Stile finden Sie in:
    http://www.matth2323.de/spezielle-stile-der-bibel/
    Bekanntestes Beispiel: das Gesetz des Mose enthielt zwar viele Vorschriften zur Erhaltung der Reinheit, aber keine Ächtung der willkürlichen Ehescheidung, obwohl diese doch viel Leid bei den alleingelassenen Frauen verhindert hätte. Erst Jesus brachte diese Verbesserung. (Mt 19, 3 ff) Damit sagt er zugleich, dass das Gesetz des Mose eben nicht perfekt, sondern verbesserungswürdig war.
    Es gibt auch dort noch weitere Mängel, die Jesus nicht billigen würde, obwohl es die Evangelien nicht erwähnen:
    das Verstümmelungsgebot (Deu 25,12) oder die Gestattung sexuellen Missbrauchs von kriegsgefangenen Frauen „Fuck and Fire“ (Deu 21,14), Vergewaltiger muss Opfer heiraten (Deu 22,29) usw.
    Wird hier vom Gläubigen, der nach „dem gnädigen Gott“ fragt, allen Ernstes erwartet, dass er die Mangelhaftigkeit dieser Gesetze bestreitet und das Nachdenken darüber
    als „Überforderung des menschlichen Verstandes“ vom Tisch wischt?
    Vertreter der Chicago- Erklärung sind tatsächlich dieser Ansicht! Sie begnügen sich mit der Sammlung ihrer leichtgläubigen und schlecht informierten (!) Klientel in den Gemeinden.
    Ob redlich denkende Menschen durch ihre Haltung abgestoßen werden und gar keinen Zugang mehr zum Glauben finden, ob auch Gläubige den Eindruck bekommen,
    dass zum Glauben notwendigerweise auch dass Lügen gehört, ist ihnen völlig egal.
    Doch ich denke, dass Jesus nicht so denkt, sondern sich über Ehrlichkeit freut. (Joh 1,47!)

    Die Fakten müssen nicht verbogen werden, bis sie halbwegs zum Bibelverständnis passen, sondern das Bibelverständnis muss sich nach den Fakten richten dürfen.

    Aber nicht nur die beobachtbaren Fakten warnen vor einem überarbeitungsbedürftigem Bibelverständnis, sondern auch das Bekenntnis der Apostel selbst: „Der natürliche Mensch versteht nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen; denn es muss mit Hilfe des Geistes beurteilt sein. Der Mensch, der sich vom Geist Gottes leiten lässt, wird dagegen alles in der Schrift so beurteilen, dass es auch dem Urteil anderer standhält. Denn „wer hat den Sinn der Schrift erkannt, wie er der Absicht des HERRN entspricht, oder wer will ihn unterweisen? Wir aber haben Christi Sinn“. (1.Kor 2,14-15)

    Entsprechend sagt auch 1.Joh 2,20: „Und ihr habt die Salbung von dem, der heilig ist, und wisset alles.“

    Das ist doch auch unsere Erfahrung: beim Lesen der Schrift leuchten viele Worte auf wie Leuchtbojen in der Fahrrinne eines Flusses und geben den Kurs vor. Andere Schriftworte leuchten nicht auf, wir wissen recht gut, dass sie uns keinen
    Kurs vorgeben und ignorieren sie automatisch.

    Lieber Bruder, Sie fassen die Angst, die die Chicago-Vertreter vermitteln, in treffende Worte: „Wenn ich nicht glaube, dass die Bibel wahr ist, kann ich mich auch nicht auf sie berufen als das Wort Gottes. Dann wäre Gott ein Lügner…“

    Ist es wirklich so? Der Sinn Christi, der Vergleich mit seinen Qualitätsstandards „Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit“ (Mt 23,23) entscheidet unfehlbar und verlässlich, inwieweit Bibelworte verlässliche Positionslichter sind oder nicht. Jeder Gläubige, der sich an diesen Maßstäben orientiert, wird feststellen, dass Gottes Leitung in der Bibel verlässlich ist.

    Wer dagegen jeden Buchstaben ungeprüft ausnahmslos für heilig und richtig und vollkommen hält, verliert die Orientierung. Dafür legen auch die Jahrtausende der Kirchengeschichte ein gotterbärmliches und blutiges Zeugnis ab. (Ich kann ein gründliches Studium der Kirchengeschichte nur dringend empfehlen, um die Sensibilität für perverse Frömmigkeit zu auszubilden, um dann wenigstens in der eigenen Theologie eine überzeugende Distanz zu perverser Frömmigkeit einhalten zu können.)

    Zurück zum Thema „Hölle“. Sie schrieben zutreffend: „keiner weiß genau , was bildlich gemeint oder Wirklichkeit ist. Himmel und Hölle können mit menschlichen Worten nicht wirklich erklärt werden.“
    Jeder Gläubige wünscht sich, dass möglichst niemand in der Hölle endet. Doch beim Missionieren macht man immer wieder die Erfahrung, dass gerade die Warnung vor der Hölle
    Menschen vom Glauben abschreckt. Sehr oft kommt die Botschaft so an: „Ich, Jesus, liebe euch alle. Aber wenn ihr mich nicht liebt und anerkennt, dann werde ich euch ewig foltern.“
    Das ist das „Missionsparadox“. Es ist der Tod jeder Mission.
    Zur Zeit der Apostel scheint dieser Eindruck nicht entstanden zu sein. Im Mittelalter entstand er ständig, aber Alternativen waren nicht bekannt.
    Damit dieser fatale Eindruck heute nicht vermittelt wird, muss man sich schon einige Gedanken zum Thema Hölle machen und kann sich nicht vorschnell mit dem Argument der „unerforschlichen Weisheit Gottes“ zurückziehen.
    Fatal ist es auch, wenn der Eindruck entsteht, dass der Maßstab der Barmherzigkeit, den Jesus als wichtigstes Gebot überhaupt aufrichtet (Mt 23,23), im Widerspruch zur Höllentheologie steht.
    Moderne Theologen bestreiten nun, dass es überhaupt eine Hölle gibt, sie behaupten, dass schlussendlich „alle aus der Hölle herausgeliebt werden“. Der biblische Text gibt das nicht her – also ist die tröstliche Wirkung dieser fragwürdigen Behauptungen begrenzt.
    Doch wir müssen uns schon Gedanken machen, wie das Thema Hölle mit den Qualitätsmaßstäben Jesu in Einklang gebracht werden kann und auch den Mut aufbringen, uns auf der Basis einer genauen Untersuchung des Textes von traditionellen,
    überwiegend destruktiv wirkenden Vorstellungen zu lösen.
    So schreiben Sie: „Lebenslanges Bemühen um Barmherzigkeit bringt leider keinen in den Himmel, das ist gegen unser Gerechtigkeitsgefühl…“
    Wissen Sie das genau? Jesus sagt genau das Gegenteil in Mt 25,31 ff. Ganze Völker werden in das Reich Gottes eingelassen, bloß weil sie barmherzig waren, Hungernde gespeist, Kranke getröstet, Gefangene besucht haben. Ein Glaubensbekenntnis spielt hier gar keine Rolle. Eben das ist die Situation von Millionen, die das Evangelium nie so präsentiert bekommen haben, dass es leicht für sie war, es anzunehmen.
    Sagt nicht Jesus hier genau das Gegenteil von dem, was Sie geschrieben haben?
    Natürlich sagt er auch bei anderer Gelegenheit: wer nicht Buße tut und glaubt, wird verurteilt werden.
    Beides steht in Widerspruch. Kleine Kinder kommen gar automatisch in den Himmel. (Mt 19,14) Wieder eine Ausnahme. Ohne Bekehrung? Ja, darf Gott das denn?
    Um es ganz auf die Spitze zu treiben: der tiefste Grund für die Errettung ist die Erwählung, der souveräne Beschluss Gottes. „So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen“ (Rö 9,16). Was soll denn das? Das Buße tun, das Werke tun, die größte Zerknirschung und Reue – all das ist plötzlich Nebensache?
    Kann man dann nicht Gott zutrauen, unversehens die Mehrzahl aller Menschen zu erwählen, und dafür zu sorgen, dass sie umkehren können? Wir finden dafür Beispiele im Jonabuch, in Hes 36 usw. An negative Prophetie fühlt Gott sich nicht unauflöslich gebunden. Wieso nageln wir dann Gott auf negative Prognosen fest? Wieso fühlen wir uns in der Lage zu bestimmen, wieviel Handlungsspielraum er hat? Wissen wir wirklich, was Gott tun wird oder teilen wir nun den Wahn der Theologen zu wissen, was niemand sicher wissen kann?

    (Abstruses „Schmankerl“ aus der Kirchengeschichte: Wenn schon kein Bekenntnis, dann muss wenigstens die Taufe als Fahrkarte für den Himmel herhalten: In der evangelischen Kirche gab es noch vor nicht langer Zeit die „Nottaufe“ von Säuglingen, da man allen Ernstes damit rechnete, dass ungetauft gestorbene Säuglinge direkt zur Hölle fuhren! Welch tröstliche Einrichtung! Welche Barmherzigkeit! Trotz tiefer Gläubigkeit hat diese Sicht sicher nicht unerheblich zur Lächerlichmachung des christlichen Glaubens beigetragen!)
    Was schließen wir daraus? Wollen wir die Aussagen in Einklang bringen, so stehen wir vor der Entscheidung, einen pessimistischen oder optimistischen Schwerpunkt zu setzen. Warum müssen wir dann immer der Tradition folgen und einen
    äußerst deprimierenden Schwerpunkt setzen?
    Ich habe es für mich so gelöst: Wenn Gott einem Menschen das Privileg gewährt, sein Wort gründlich kennenzulernen, dann sollte er auf dieses Privileg mit Glauben antworten und sich der Gefahr bewusst sein, dass Eigensinn und Hartherzigkeit in der unumkehrbaren Feindschaft mit Gott enden kann. Die Hölle ist der Ort, wo diese Feindschaft endet. Je größer die Gnade, desto strenger das Gericht.
    Aber in Bezug auf Menschen, die das Evangelium gar nicht kennen, sollten wir den Blick auf die Bibelstellen richten,
    die vom endgültigen Sieg über das Böse und Destruktive sprechen. Entgegen der Tradition sollten wir hierfür viel sensibler sein.
    Ich zitierte noch einmal Rö 11,32: Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme. In beiden Fällen geht es um „alle, die im Ungehorsam festhängen.“
    In Ihrer Kommentierung leider nicht mehr: „Alle sind ungehorsam, aber Gott erbarmt sich aller (= nur derer), die an Jesus Christus glauben.“ In Mt 25,31 ff steht das nicht.
    Kann man Menschen aus anderen Kulturen wirklich für die „frohe Botschaft“ gewinnen, wenn man ihnen vorher mitteilt, dass ihre Verwandten und Freunde, die nichts vom Glauben wussten und „nicht geglaubt haben“, wahrscheinlich alle in der Hölle sind?
    Eine sehr hochgespannte Erwartung!
    Hier bin ich aber trotz aller Bemühungen leider noch nicht zu einem endgültigen Ergebnis gekommen. Die Bewertung der verschiedenen Bibelstellen ist nun einmal sehr schwierig.
    Sie ist aber schon deshalb notwendig, weil das Thema Hölle gerade beim Gläubigen sehr große Schäden in der Seele anrichten kann (Psychologie der Hölle: http://www.matth2323.de/hoelle/#psycho), weil man immer wieder Gläubigen begegnet, die ihre Heilsgewissheit verloren haben und auch trotz vielerlei Bemühung nicht zurückbekommen.
    De facto ist der Himmel noch viel exklusiver als exklusiv: auch von den Gläubigen, die an Jesus glauben, wird offenbar noch ein erheblicher Teil aufgrund „mutwilliger Sünde“ (Hebr 10,26) verstoßen.
    Luther jedenfalls hatte für sich keinen anderen Ausweg gefunden, als sich Erleichterung durch die Abwertung des Hebräerbriefes zu schaffen. Evangelikal-fundamentalistische Gläubige werden ihm darin wohl kaum folgen können.
    Ein geeigneterer Vorschlag wäre eine Rangbewertung biblischer Aussagen anhand der Qualitätsmaßstäbe Christi („prioritätenorientiertes Bibelverständnis“) und die Unterscheidung bibeltypischer „Aussage-Stile“.
    http://www.matth2323.de/bibelverstaendnisse/
    Sofern die Grundsätze geistlicher Disziplin beachtet werden (!), bleibt der Gläubige auch hier vor der Entwertung biblischer Texte durch bibelkritische Spekulation geschützt, sodass der bibeltreue Ansatz nicht aufgegeben werden muss. („Bibeltreues Update“)
    http://www.matth2323.de/disziplin/
    Wenn ich Menschen zum Glauben einlade, dann mit der Hoffnung auf die unsichtbare Welt Gottes und vorbereitete Wohnungen dort, auf das Geschenk der Auferstehung mit einem neuen Körper, auf die endgültige Erlösung der ganzen Schöpfung (Rö 8, 21-23) und wenn ich von der Hölle spreche, dann von der Hölle, die Menschen einander bereiten mit ihrer Missachtung der guten Gebote Gottes, von einer Hölle, aus der mit Hilfe der Gnade Gottes herausfindet. Auch die Hölle nach dem Tod deute ich positiv, als Ort der Quarantäne, in der alles unverbesserlich Böse für ewige Zeiten unentrinnbar eingeschlossen bleibt.
    Ist das nicht ein besserer Ansatz?
    Mit freundlichem Segenswunsch
    Ihr Christian Rahn

    1. Lieber Herr Rahn,
      Gott nimmt alle an, die Buße tun und alle die sich immer wieder durch das Blut Jesu reinigen lassen, indem sie ihre Sünden immer wieder bereuen. In Joh. 6,37 geht es um die, die zu Jesus kommen, nicht um die, die schon bei ihm sind.
      In Matth . 25 geht es um einzelne Schafe und Böcke. Niemand kann sich auf seine guten Werke berufen. Ich glaube, es geht hier um die Früchte. Wer Buße getan hat, der wird zu einer neuen Kreatur und lebt so, wie Jesus es will.
      Gal.5,4 Ihr habt Christus verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, und seid aus der Gnade gefallen.
      Je mehr ich weiß, wie groß meine Sünden sind, die mich in die Hölle bringen würden, umso größer weiß ich Gottes Gnade zu schätzen. Diese Gnade führt zur Buße. Gott ist heilig und duldet in seinem Reich keine Sünde. Der Verzicht auf die Verkündigung der Hölle bedeutet eine Verniedlichung der Sünde. Das ist nicht Gottes Absicht.
      nach Römer 2 sollen wir nicht richten, d.h. meiner Meinung nach, dass wir nicht endgültig darüber richten können ob jemand errettet wird und ob nicht.
      Ich glaube wie ein Kind, dass die ganze Bibel wahr ist. Wenn sich Aussagen menschlich gesehen widersprechen, dann sind sie beide wahr. Etwa so wie das Licht. Je nach Experiment ist es Welle oder Strahlung. Beides widerspricht sich, ist aber wahr. Oder wie die Trinität. Ich denke, Gott will nicht, dass wir wissen, wer in die Hölle kommt. Auf die Frage der Jünger: Wer kann dann selig werden, antwortet Jesus. Bei den Menschen ist´s nicht möglich, aber bei Gott.
      Für die, die keine Gelegenheit hatten, Jesus zu erkennen, gilt:
      Römer 2,14: Denn wenn Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur tun, was das Gesetz fordert, so sind sie, obwohl sie das Gesetz nicht haben, sich selbst Gesetz.
      15 Sie beweisen damit, dass in ihr Herz geschrieben ist, was das Gesetz fordert, zumal ihr Gewissen es ihnen bezeugt, dazu auch die Gedanken, die einander anklagen oder auch entschuldigen –
      16 an dem Tag, an dem Gott das Verborgene der Menschen durch Christus Jesus richten wird, wie es mein Evangelium bezeugt.

      Herzliche Grüße und Gottes Segen
      Gerhard Lingenberg

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