Werden, Wachsen und Wirken
der
Rote-Kreuz - Bereitschaft Breitscheid.
Im Jahre 1922 versammelten sich Breitscheiderr
Bürger getragen von dem Gedanken und Willen, anderen Menschen
in körperlicher und seelischer Not zu helfen und gründeten in
Breitscheid eine selbständige Sanitätskolonne.
Der damalige Bürgermeister Ferdinand Adolf
Thielmann war der Initiator dieser Bewegung und schon nach einer
kurzen Zeit waren zwanzig Helfer Mitglieder in der Sanitätskolonne.
Ferdinand Adolf Thielmann wurde zum
Kolonnenführer gewählt und der damalige praktische Arzt Dr. Struth
wurde Bereitschaftsarzt.
Die Breitscheider Männer und Frauen ließen sich in den praktischen
Maßnahmen der ersten Hilfe von Dr. Struth ausbilden um ihren Rote-Kreuz
Dienst beginnen zu können.
Die Feier aus Anlaß des 10 - jährigen Bestehens
der Breitscheider Sanitätskolonne war überschattett von einem
traurigen Ereignis. Während dieser Feierstunde verstarb ganz plötzlich
der Kolonnenführer Ferdinand Adolf Thielmann infolge eines Herzversagens.
Zum Nachfolger wurde dann später Emil Georg gewählt, der die Sanitätskolonne
bis zum Beginn des 2. Weltkrieges führte.
Von der Gründung bis zum Ausbruch des Krieges
nahm die Sanitätskolonne einen guten Aufschwung, die Zahl der
Helfer und Helferinnen war inzwischen bereits auf über vierzig
Personen angestiegen.
Doch die Wirrnisse der folgenden Zeit wirkten sich auch nachteilig
auf die Sanitätskolonne aus. Im Jahre 1939 mußten die Rote-Kreuz-Uniformen
der Sanitätskolonne mit denen der Wehrmacht ausgetauscht worden.
Die Sanitätskolonne wurde nun der Rote-Kreuz-Bereitschaft Haiger
zugeteilt, mit der man auch eine gute Zusammenarbeit hatte.
Nach dem Kriege wurde die Sanitätskolonne
nach langen und schweren Verhandlungen mit der Bereitschaft Haiger
und dem DRK -Kreisverband Dillenburg wieder selbständig. Aber
nunmehr nicht mehr als Sanitätskolonne, sondern zunächst als selbständiger
Rote-Kreuz-Zug, mit Paul Becker als Zugführer. In dieser Nachkriegszeit
war der Rote-Kreuz-Zug ständig damit beschäftigt, all denen zu
helfen, den der Krieg viel Leid und Armut gebracht hatte. Insbesondere
wurden von den Helfern und Helferinnen Lebensmittel in Päckchen
oder Paketen an die noch in der Kriegsgefangenschaft befindlichen
Breitscheidern im In- und Ausland geschickt. ...>
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