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Bombardierung am 11. März 1945 (2)

Richtung um den Brückenkopf bei Remagen liegen. Es wurde vermutet, dass deutsche Flugzeuge in den vorrausgegangenen beiden Tagen von dort aus zu Angriffen auf das Operationsgebiet der l.(US)-Armee gestartet sind. Fast 360 mittelschwere und leichte Bomber der IX.(US)-Division sind an dem Einsatz beteiligt. Drei Bombergruppen ist der Flugplatz Breitscheid als Primärziel vorgegeben mit dem Auftrag, den Platz mit einem Sättigungsangriff so zu zerstören, dass dem Feind die Benutzung so lange wie möglich verwehrt wird. Zwischen 11.54 und 12.07 Uhr erreichen die drei Verbände mit ihren leichten Bombern B-26 "Marauder" das Abwurfgebiet. Jedoch nur zwei Bombergruppen werfen ihre Bombenlast von 127 Tonnen ab. Den Anfang macht um 11.54 Uhr die 397. Bombergruppe mit dem Abwurf von 259 Bomben (500 Pfund GP-Bomben, GP=General Purpose = Mehrzweckbomben). Die Wirkung der Bomben konnte durch die Flugzeugbesatzungen nicht beobachtet werden, der Verband verlor eine Maschine durch Notlandung. Die Bomben trafen auch nicht den Flugplatz, sondern den Ort Breitscheid am ostwärtigen Rande.

Um 11.56 Uhr war dann die 387. Bombergruppe mit 58 Flugzeugen B-26 "Marauder" über dem Zielgebiet. Der Leitnavigator dieses Verbandes, Leutnant Hand, erinnert sich später: "Die Mission wurde bei sehr schlechtem Wetter geflogen. Die Wolkenbedeckung war total, so dass wir den Boden nicht sehen konnten, als die Gruppe die Flughöhe erreichte und wir mussten mittels +G-Box+ navigieren. In der Nähe des Ziels erreichte uns eine Pfadfinder-Maschine einer anderen Bombergruppe, die uns zu dem Bombenauslösepunkt geleiten sollte. Ich erinnere mich, bin aber nicht ganz sicher, dass die Ausrüstung an der Pfadfindermaschine einen Defekt hatte und der Bombenabwurf nicht genau war. Ich glaube, dass das Ziel verfehlt wurde." So kam es, dass 284 Bomben, die für den Breitscheider Flugplatz bestimmt waren, über dem Sekundärziel Hachenburg ("mit unbeobachtetem Erfolg") abgeworfen wurden.

Die 394. Bombergruppe lädt jedoch ihre Bombenlast von 259 Bomben zu je 500 Pfund um 12.07 Uhr über dem Zielgebiet "mit guten Ergebnissen" ab, wie es im Flugbericht heißt. Dieser Bombenteppich traf nicht den Flugplatz, sondern das Dorf Gusternhain mit voller Wucht. Vierzehn Erwachsene und acht Kinder kommen bei dem Bombenangriff ums Leben, 13 Häuser wurden völlig zerstört und 30 Häuser schwer beschädigt. Damals hatte der Ort 480 Einwohner.

Glimpflicher kam Breitscheid davon. Zwar starben auch hier drei Menschen im Bombenhagel; zehn Häuser und Scheunen wurden fast völlig zerstört und die Schule schwer beschädigt, aber der größte Teil der Bomben fiel in Wiesen- und Ackerland. Der damalige Chronist, Lehrer Reinhard Kegel, schreibt in der Breitscheider Chronik: "Den schwersten Bombenangriff erlebten wir dann am Sonntag, dem 11. März 1945. Da schien die Hölle los geworden zu sein. Das war ein Krachen, veranlasst durch viele Bomben. Es sollen angeblich 60 bis 70 Bomben abgeworfen worden sein. Wäre dies über der Mitte des Dorfes geschehen, dann wäre in Breitscheid wohl kaum ein Haus stehen geblieben. Mehr oder weniger beschädigt wurden alle Gebäude; besonders hart war der Ostrand des Ortes (Hüttenweg, Medenbacher Weg, das Fildchen bis zum Erdbacher Weg, die Landstruth, die Stauerswiese) betroffen worden. Das war ein Bild des Jammers, das wir dann zu sehen bekamen. Am meisten beschädigt waren die Gebäude Haus-Nr.129, Besitzer Kolb, Heinrich Albert, Nr.130 Thielmann, Wilhelm Wwe, Nr. 131 Zeiler, Karl, Nr. 131 b Weber, Anna Wwe, Nr.149 Hild, Willy (besonders Stall und Scheune), Nr.150 d Ernst Enners. Besonders hart

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zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

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