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Ein Gang durch unsere Gemarkung von Breitscheid.
Aufklärung der Flurnamen und deren Bedeutung, aus der Ortschronik Seite 171-179
Lieber Leser, ich versuche exakt die deutsche Schrift, Buchstaben, Worte und die Zeilen einzuhalten, so ist es
möglich, sich in die alte Schrift neu einzuarbeiten, oder zu erlernen!
( Um 1800 ) Da aus dieser Zeit die Karten über die Vermessung des bebauten Bodens
unserer Gemarkung noch erhalten sind, wollen wir an Hand der selben im
folgenden einen flüchtigen Gang durch die Gemarkung machen, wobei auch so=
weit es nicht schon früher geschehen ist, versucht werden soll, die Flurnamen
aufzuklären.
Die Gärten südlich vom alten Hüttenweg, westlich von Pierers Winkel hei=
ßen " Gärten am Amerland". Der neue Hüttenweg ist noch nicht gebaut. Über
dem Hause des jetzigen Försters Thielmann ist ein Weg eingezeichnet, gleichlau=
fend mit dem Medenbacher Weg, welcher als "Weg am Amerland" bezeichnet ist.
" Amer" ist der Name für eine Getreideart. (Pierch ist der Hausname von Pulfrich)Der Gustern=
hainer Weg heißt auf der Karte " Die Steinige Gaß". Beckers Haus ist das letz=
te an ihm. Dann folgen Gärten bis hinauf, wo jetzt die unterste Schutzhecke
steht; und vom Katzenweiher aus geht ein Pfad an der Grenze des "Rädgens" 1)
bis hinauf in den Gusternhainer Weg; dieser Pfad ist genannt:" Pfad nach Gu =
sternhain". Am Schönbacher Weg ist der Brennofen (bei Hisges Haus) das oberste
Gebäude; vom " Kleinen Frankreich" noch keine Spur. Unten an der Ecke der jet=
zigen Wilhelmstraße, wo diese auf den Schönbacher Weg stößt, steht "Nikolaus
Heyde Haus". Dort hatte sich dieser wohl angesiedelt, als er 1782 hierher kam.
Ob die Karten vor oder nach den Bränden entstanden, vermag ich nicht zu sa=
gen. Auf ihnen ist die Wilhelmstraße erst zur Hälfte bebaut; die obere Hälf=
te an der Langwies ist Gartenland. Vielleicht entstand Klöse Haus (Beckers) in
den 1840 er Jahren, denn 1841 heiratete "Beckers Philippine"hierher. Auf der Ziegelhütte
ist bei den Gebäuden eingetragen:"Wirtshaus" "Brauhaus".Unsere "Gaar= Bräuh. Diehls Holzsch.
den" sind eingetragen: "Kläsen Gärten" (vom Namen Claß Nikolaus). Im
"Tiergarten" ist an der Südwestecke (jetzt Friedhof) die "Ochsenwies" eingetra=
gen. Die Nordwestecke heißt "Theiß Wies" am Theisborn. Rechts vom Tier=
gartenpfad oben am Wald ist der "Spaters Born" eingezeichnet, weiter nach
Osten "Michels Born". An der Südgrenze der "Hüttenweg"( jetzt der alte Hütten=
weg genannt), an ihm auf der Nordseite "Erd=Kauten". Der"Hüttenweg" soll
auf die Hütte (?)"Stangenwaage"(.Hütten im Dilltal) geführt haben, daher soll der Name kommen.
In der "Landstruth" oben am Wald die "Säu=Gräben" (unter dem "Furth" 2)
Jetzt heißt alles "Landstruth", zwischen dem Hüttenweg und dem Siegweg, aber
In der Mitte der Landstruth oben nach dem Walde zu, liegt die "Beulige Wies"
mit etwa 40 "Itemer" (wahrsch. bühelige Wiese, von Bühel-Hügel, nicht aber) vom
Namen Beuel, der im 17.- 18. Jhrhdt. hier vor=
kommt und darin der "Beulige Born" mit seinem "Floß" durch die Mitte der
Landstruht. Der Weg zwischen der Landstruth und der Stauerswies, den wir See=
weg nennen, heißt auf der Karte:"Weg vor der Stauerswies hinauf"; oben,
wo er wagrecht läuft; heißt er "Haiger Weg", woraus wir sehen, dass er frü=
her als Weg nach Haiger benutzt wurde; das letzte Stück des Weges heißt auf / der Karte
1/ Nach Arnold bedeut. der Räd ... Sumpf, er käme für tiefliegende sumpfige Stellen vor.( Alle Zusam=
2/ Unter "Furt" wurde nicht nur ein Übergang über einen Bach od. Fluß verstanden, sond. auch ein solcher über
sumpfige Stellen der Wälder. Siehe Seite 177 unten, demnach auch Weg.
aus der alten Handschrift übersetzt durch Hans Henn
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