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genden Wald. Die "Kohlenmühle" (Gelbermühle) mit den Wirtschaftsgebäuden ist
eingezeichnet. Sie stand dort von 1694 bis um 1907. ( Die Mühle in "Kohl-Hayn"
wird 1694 zum erstenmale im Breitscheider Taufbuch erwähnt. Belehnungsur=
kunde von damals im Archiv.) Das im Volksmunde sogenannte "Mellstück"
unter der Gemeindewiese heißt auf der Karte "Im Schmelzstück". Es erinnert
der Name wohl an die frühere Gepflogenheit, im Walde Eisenstein zu schmel=
zen. ( Einige Gruben-Vertiefungen-solcher "Handhütten" finden sich noch in
dem umliegenden Wald ). Das " Schmelz " war der Zunge zu unbequem und
anstrengend und wurde zu "Mellstück" abgeschleift und verdunkelt.1/ Gemein=
de-Ochsenwiesen sind im Tiergarten, im Rädgen (Rödgen) und eine beson=
ders große im Osten von Grimmelwies am Schönbacherweg eingezeichnet.
Die erste Neuwiese ( der alte Grund ) ist noch nicht auf der Karte; es ist aber mit
Gewißheit anzunehmen, daß sie schon vor 1830 gerodet war. 2/ Die zweite
der Steingrund ) ist um 1840 entstanden, in 1842 wurden die "Teile"
im Grundsteuer-Kataster zugeschrieben. (Die jüngsten Wiesen, die auf der Hub
wurden auf Anregung des Bürgermeisters Theodor Petry in der Mitte der 1890
er Jahre angelegt. Die drei zuletzt genannten Wiesengründe haben alle
Stücke von gleicher Größe, sogenannte "Teile", weil sie unter die "rezipierten"
Bürger verteilt, verlost wurden.- In den "Wiesen untig dem Dorf" ist das
Hügelgelände rechts des Baches in " Kleingruben" "als Köppel auf Kleingruben"
eingetragen. Der hohe Rain rechts von der Mündung des Erdbachs, da wo er
vor 1928 in den Felsen verschwand, heißt auf der Karte " Elm" und die Wiese
darüber heißt "Pfarrwies auf der Elm". ( Elm= Ulme ). Etwas weiter aufwärts
westlich, als die " Koppel auf Kleingruben" dicht am Wiesenpfad liegend, ist ein
Gebiet in der Größe von 7 bis 8 Wiesen, durch 2 ½ Gewannen gehend, als "Fau=
len Gärten" bezeichnet. Dieses "Faulen" ist ebenso zu deuten wie das "Faul"
in Faulfeld und "in den Faulgern": Boden, der durch das Verfaulen und
Verwittern des Rasens entsteht. Die "Faulen Gärten" am Wiesenpfad sind klei=
nere Stücke gewesen, da das Gebiet in 28 "Item" zerfällt. Ich habe mir hier
auch die Bezeichnung "Item" für ein einzelnes Grundstück zu eigen gemacht.
"Item" wurde früher bei allen möglichen Aufzählungen, jedes mal wenn ein
neuer Punkt, eine andere Nummer derselben Gattung auftrat, angewandt. Item kommt vom
lateinischen item und bedeutet "desgleichen, ferner"; zu sagen, ein Acker
bestünde aus 2 Item, ist danach natürlich eine verkehrte Anwendung des Wor=
tes.- Das Stockbuch von 1717 enthält noch folgende Wiesen-Flurnamen: " im
Thirgarden" bey der runtes Könnel ( Kännel, Kändel ); "untig dem schneiders
bohren ( Born ); "Funcken wieß"; "wieß in der müllers wieß"; " in Klößen
gräben" ; "in langen gräffen" (vom Familiennamen Lang, der früher
hier vorkam); " in großen gräffen" (vom Namen Groß ) " ahm girschen gra=
ben" ( Kirchengraben ) u.s.w. Oft steht da : " ligt ahn der Höf ", oder " stößt
( an die Höf ")
1/ Es gab aber auch den altertümlichen Namen Mell ( Heinrich Schmidt hieß "Mells Heinrich;
+ um 1888; weder in den Kirchenbüchern, noch sonst fand ich den Namen Mell; vielleicht
hängt dieser Name auch mit "Schmelz" zusammen.
2/ Die "Neuwies" wie der "Alte Grund" bis zur Anlegung des Steingrundes ( 1840 - 1842 )
genannt wurde, ist 1820 unter die Einwohner Brs. verlost worden.
Alle Akten darüber in uns. Gem. Archiv.
aus der alten Handschrift übersetzt durch Hans Henn
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