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In den 1830er Jahren entstanden die ersten Häuser im "Kleinen Frankreich".
Das kleine Johanns Häuschen (jetzt Sammet) wurde, nachdem es aufgeschlagen war, in der folgenden Nacht von einem Sturm umgestürzt. In diesem äußersten Dorfteil siedelten sich die ärmeren Leute an. Die Gemeinde gab das Gelände, meist Ödland, gegen ganz geringes Entgelt her. Auch Schönbach hat ein "Kleines Frankreich". In Straßburg sah ich den alten engen Teil and der Ill so benannt.
Möglich, dass Soldaten den Namen hierher verpflanzt haben. Unser "Kleines Frankreich", ist nach und nach entstanden in etwa 3 bis 4 Jahrzehnten. Die Neuzeit hat das Bahnhofsgebäude (1913) in seine Nähe gebracht, und "die Letzten werden die Ersten sein." (Nun ist es doch nichts mit der Herrlichkeit: der Bahnhof soll neuerdings an den Siegweg kommen, wenn die Bahn - überhaupt gebaut wird!)
1838 Ein Mühlgraben über die Pfarrwiese wird abgelehnt! (Siehe S. 336!)
1840 hatte Breitscheid nach Vogels "Beschreibung des Herzogtums Nassau" (1843) 105 Häuser, 193 Familien und 598 Einwohner. (Unter den Dörfern des Dillenburgischen, die 1793 zum Vergleich dienten, statt an 7. nun an 4. Stelle.) - Die Häfnerei betreffend siehe S.
Unsre Schutzhecken.
Um 1840 setzten die Bemühungen des Regierungsrates Dr. Albrecht ein, seine schon lange gehegte Idee der Anlegung von Schutzhecken auf dem Westerwald in die Wirklichkeit umzusetzen. Die Vorgeschichte der Schutzhecken reicht bis 1830 zurück.
Der Sommer 1829 war nass; der Winter setzte früh ein mit großer Strenge. Die Kartoffeln konnten zum Teil wegen des Frostes nicht geerntet werden, ein anderer Teil erfror in den Dörfern. Der Westerwald kam wieder in Not. "Das aus angefrorenen Kartoffeln und unreifer Frucht bereitete Brot war kaum als menschliche Nahrung zu erkennen. Infolgedessen brachen Krankheiten unter Menschen und Vieh aus."
Dr. Albrecht sann darauf, wie für die Zukunft solchen Notzeiten vorgebeugt werden könne. Nach dem Vorbilde Schleswig-Holsteins, wo man durch dichte Gehege, sogenannte Knicks, die Wirkungen der Meereswinde linderte, suchte er dem Westerwalde auf ähnliche Weise zu helfen, nämlich durch Anpflanzung von Tannen - Schutzhecken. Denn er war überzeugt, dass der Westerwald bei seinem guten Boden durchaus nicht so unwirtlich sei, wenn man nur die große Nässe beseitige und Dörfer und Fluren vor den starken Westwinden schütze.
Der Ausführung der schon 1837 fertiggestellten Pläne stellten sich mancherlei Hindernisse entgegen, denn das Gute wird nicht immer gleich als solches erkannt und angenommen. Manche Gemeinde leistete Widerstand, als es galt, Gelände herzugeben oder zu erwerben.
Aber endlich wurde es doch. Die ersten Schutzhecken erhielten die Gemeinden Hohenroth und Homberg. Für Breitscheid lag die Sache insofern günstig, als kein Privatland erworben werden musste. Ob Breitscheid der Regierung Schwierigkeiten machte, weiß ich nicht, aber seine erste Schutzhecke, diejenige unter dem Steingrund, die sich jetzt zu lichten beginnt, wurde erst um 1860 angelegt. Wie mir alte Leute erzählten,
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von Kornelia Pelz übersetzt
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