|
(Seite 54)
eß dar fur halten, vnd aber die von vbach deß nit gestendig,
sonder zihen sich vff den pat eßhin, biß Ann Gißenbachs graben,
haben wir fonffe sie derhalp verglichen, Entschaiden vnd mal =
stein gesast, Nemlich Ein stein Entgegen dem stein beim Mengeß =
born, In den orth, da daß mengeß stucke windet, da der pat (evtl. Pfad)
angehet, Item vor dem stain vnterhalp dem pat, die Hecken
vßhien, aber Ein stein stehet bey Eynnem Holzappelbaum,
von dem stein den Lotzgißhain vß, biß anß Ende im gißen =
bachs graben, da stehet Ein stein, wiset den graben Inhyen,
vnd soln die von ubach an gißbachs graben, wie der stein wi =
set, winden, vnd sich freuntlich halten, Also waß vnterhalp
den drien gesasten stein Liget, sol der von ubach vnd waß
oberhalp den steinnen vffwarts vff breitscheit zu liget, sol der
von braitscheit sein, mag ein jde gemein sich deß zu gemeinem
Nutz, mit Hultz, weide vnd nutzungen ireß besten gebrauchen,
vnd sol kein tail itz o oder konfftig, keiner den andern
trangen (bedrängen) ireren (beirren) Noch hindern, bey ver =
miden vnserß g. h. vngenat straffe vnd buß, die sein gena =
de, hoch vnd nidder zu dero gefallen, dem verbrechenten zu setzen
hat, vnd soll disser vertrag doch in macht vnd irafften pliben,
Daß zu vrkunth sint dißer vertrage zwen glichluten ge =
schriben vnd mit wolgemelts vnserß g. h. vffgetruckten se =
irets 1) jder gemein Eynner vß der Delnbergischen schriberi
verfertiget vbergeben gescheen am samßtag Nach Ma =
thei A ° D plvi (Also im Todesjahre Luthers) (Matthäus = 21. Sept.)
1)Sekrets, Sekretsiegel = ein kleines, "heimliches " Siegel, zum Unterschied
vom Hauptsiegel. ( Siehe darüber Arnoldis Missiellaneen S.
1547 bringen die von Ubach wieder klagend vor," wie das etlich von Breitschit
vnser gemeinde vf der vbach gegen dem koelhaen an iren guetern inge =
raumpt vnd ingenomen, des wir nit haben kont erleiten, darumb den
Schult (heißen) gerichts schreiber, vnd Petern den gerichtsknecht dahin vmb ir be =
lonung bemuht (bemüht)" u.s.w.- Breitscheid beklagt sich in dem selben Jahr,
daß die Vbacher 23 Marksteine ungefähr in ihre Güter gesetzt, "vns damit die
bach, deren wir zu e Drenckung vnsers vihes vnd sonst nit entradten kun =
den, beschlossen" pp Kolben Cleßgins Kinder von Br. beklagen sich 1547, daß sie von
Vbach Steine in ihre Wiese im "Lutzgins Hayn" gesetzt hätten u. der Graf sei doch verflos=
senen Sommer in "eigner person" "vf der wiesen gewest," sie hätten dieselbe auch
am " vnder gericht" u. danach am "Oberhoff" "mit recht erhalten".- 1578 klagt
"Christen Thonges von Breidscheidt": "So haben doch die Vbacher mich vorm Jar vffm
Kohlhein, in meinem eigenthumb, gepfendt, und mir Ein Ketten abgenhomen"pp
Ende des Streits zw. Breitscheid u. Langenaubach
Fortsetzung Seite 47 c Breitscheid contra Rabenscheid
|