Die Heimat.
Kein Fleck der Erde, und wäre er mit allen Reizen dem Paradiese gleich ausgestattet, kann dir sein, was dir die Heimat ist. Sie hat dich geboren, dich gesäugt, dich stammeln und gehen gelehrt, sie hat dir die ersten Sterne, die ersten Blumen, die ersten Augen gezeigt, sie hat dir von ihrer Seele und von ihrem Mark in deine Seele und in dein Mark gelegt. Wie musst du sie lieb haben! (Schmitthenner.)
Ich bin hinauf, hinab gezogen
und suchte Glück und sucht es weit;
es hat mein Suchen mich betrogen,
und was ich fand, war Einsamkeit.
Ich hörte, wie das Leben lärmte,
ich sah sein tausendfarbig Licht;
es war kein Licht, das mich erwärmte,
und echtes Leben war es nicht.
Und endlich bin ich heimgegangen,
zu alter Stell und alter Lieb',
und von mir ab fiel das Verlangen,
das einst mich in die Ferne trieb.
Die Welt, die Fremde, lohnt mit Kränkung,
was sich umwerbend ihr gesellt;
das Haus, die Heimat, die Beschränkung,
die sind das Glück und sind die Welt.
(Th. Fontane.)
Die Heimat, die heilige Scholle,
ist Paradies und ist Glück;
und wäre sie Wüste und Hütte,
dein Herz bringt dich zurück.
(Reinh. Braun.)
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von Kornelia Pelz übersetzt
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