mich
Über mich

- Ich heiße Gerhard Lingenberg und bin 67 Jahre alt. Meine Eltern
Emil und Ilse waren gehörlos. Als Kind mußte ich sie bei
jeder Gelegenheit übersetzen. Das fiel mir sehr schwer. Ich war
froh, wenn ich nichts zu sagen brauchte. Als ich 19 war, blieb mein
Vater von zu Hause weg. Ich wusste einige Jahre nicht, wo er wohnte
(Er bekam ein Kind von einer Mitarbeiterin, mit der er auch wegzog)
Später wollte ich gern
reden, doch es klappte nicht so recht. Ich merkte
dann, dass es mit Alkohol besser ging. Langsam
aber sicher trank ich mehr. Bald merkte ich, dass
ich nicht mehr aufhören konnte. Ich wollte zwar
aufhören, aber nicht verzichten. Manchmal
sprachen mich Christen an, daß Gott mir helfen
könne, der Alkohol sein mein Gott. Ein Leben mit
dem wahren Gott sei das wahre, erfüllte,
lebenswerte Leben. Nach meiner Überzeugung gab
es aber keinen Gott. Durch die bewiesene
Evolution hat sich doch alles von selbst
entwickelt.
Beim Nachdenken über den Sinn meines
Lebens, der Welt, woher, wohin, hielt ich für möglich, es könnte
vielleicht doch ein höheres Wesen geben. Die
vielen Stunden, die mir durch den Alkohol fehlten
(was habe ich nur alles angestellt?), machten mir
bewusst, dass ich vor einer höheren Instanz
schuldig war (wenn es eine geben würde). Dann
traf ich meine spätere Frau. Nicht lange danach schrieb
ich ihr einen Brief, daß es keinen Sinn mit uns
beiden hätte. Mein Leben sei kaputt und ich
wolle sie nicht mit hineinziehen. Meine Frau
Lissa aber gab nicht auf, sie dachte, sie könne
mich ändern.
Es wurde zwar besser mit mir, aber
sie musste mich noch zu oft in den Wirtschaften
und Kneipen suchen, wenn ich nicht nach Hause
kam. Es waren 8 harte Jahre für sie. Unsre
Kinder haben das z.Teil miterlebt. Sonntags ging
ich mit ihr in die Gemeinde in Breitscheid. Ich
bat Gott um Vergebung von meinen Sünden, es
änderte sich aber nichts. Gott schien es nicht
zu geben.
1985 waren wir in einem christlichen
Erholungsheim. Hier las ich ein Heft mit
Vorträgen von einem Wissenschaftler, aus dem
mir klar wurde, dass die Evolutionstheorie nicht
bewiesen ist, und dass einige Tatsachen sogar
dagegen sprechen. Morgens besuchten wir die
Stunden einer Freizeitgruppe, in der ein
Evangelist von Jesus Christus sprach. An einem
Morgen erklärte er, wie ein Mensch wirklicher
Christ werden kann.
Als er zu dem Punkt kam, dass
man Gott für die Vergebung der eigenen Schuld
danken soll (kann), war mir plötzlich klar: das
war es. Ich konnte glauben, dass es Gott gibt,
dass ich mich selbst nicht retten kann, dass
Jesus Christus, der Sohn Gottes, für meine
Schuld durch seinen Tod bezahlt hat. Wenn ich
Jesus im Glauben als meinen Retter und Herrn
annehme. Aber alkoholabhängig und Christ, das passte
doch nicht. Im Gebet bat ich, dass Gott mich von meiner
Abhängigkeit befreit. Es war schwer, aber nach einigen
Rückschlägen war der Zwang weg. Alle, an denen ich schuldig geworden bin, bitte ich um Vergebung.
- Wozu eigentlich Gott? - Referat von Katja
- 1944
- Geburt in Haiger /Hessen
- 1951-1955
- Volksschule in Haiger
- 1955-1961
- Mittelschule in Haiger
- 1961
- Lehre in Dillenburg
- usw
- usw
- Tenorhorn
- Mit etwa 39 Jahren habe ich angefangen, Tenorhorn spielen zu lernen.
Näheres unter - Christ -
- Malen
- Vor ungefähr 30 Jahren habe ich einige Bilder in Öl, Kreide gemalt. Der
Abstand zwischen den Bildern war jedesmal so groß, dass ich
die Technik immer neu lernen musste. Jetzt will ich versuchen,
mit dem PC (Corel) einigermaßen vernünftige Grafiken auf
den Schirm zu bringen.
- Gitarre
- Das habe ich auch sehr spät gelernt. Hauptsächlich spiele
ich zu Hause. Sonst nur zur Liedbegleitung in der Gesprächsgruppe
in der JVA Butzbach.
- Russisch lernen
- Dies versuchte ich schon länger mit mehr oder weniger Erfolg, jetzt nicht mehr.
näheres bei Russisch
- Mundharmonika
- Mit der Harp beschäftige ich mich mehr nebenher und nur privat.
- Singen
- Obwohl ich das nicht kann, sang ich im Großen Chor der GHB mit.
Ich denke, das trug zu dem besonderen Sound mit bei.
- Lesen
- Lesen - vergessen - lesen = mir lieber als reden.
- PC
- Der PC soll mir mehr als Zeichen- Mal- und Schreibmittel dienen. Aber
hat man sich in ein Programm eingearbeitet, kommt ein neues und man
fängt von vorne an.
Bibel: 2. Korinther 5, 20b so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!
21 Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt
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