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Erntedankfest in Breitscheid

Erntedankfest 1934.
Das schmücken der Straßen und Häuser war diesmal unterblieben. Den Festzug eröffnete ein geschmückter Wagen mit einigen alten Bauern, die schlecht auf den Beinen sind. Wenn, Philippi hier seinen "Hampitters Gottlieb" (August Kuhlmann, geb. 1861), dem er in seinem "Hirsekorn" ein Denkmal gesetzt hat, noch einmal hätte sehen können! In gebückter Haltung im Wagen stehend, den Hartmann auf dem greisen, nickenden Haupte, suchten seine neugierigen Augen doch noch alles in der Runde zu erspähen. - Nachdem der Zug vorbeigezogen war, versäumte auch der Chronist nicht, sich auf den Festplatz an der Schule zu begeben, hatte er doch mittags von Halbwüchsigen auf der Bank an der Pfarrwiese spöttisch vermerken hören: "Peifersch Karl und Hitler werrn die Rede halle!" Diese beiden mußte ich doch mal hören. Ich hatte eine gute Meinung in dieser Beziehung von dem neuen Ortsbauernführer und bin auch nicht enttäuscht worden. Karl Kuhlmann (geb. 1881) hat sich für einen Bauern, der noch nie öffentlich redete, seiner Aufgabe tapfer entledigt, nur hätte er die Fremdwörter meiden sollen. Vor allem: er hat Eignes gesagt, was innerste Überzeugung bei ihm ist. Da verwunderte es weiter nicht, daß er sein geistiges Rüstzeug aus den ältesten Sagen der Bibel bezog. "Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen!" Hart und nährvoll ist die Arbeit des Bauern und bei der Unsicherheit der Witterung oft umsonst. Aber über ihr steht doch die Verheißung: "So lange die Erde steht, soll nicht aufhören Samen und Ernte ..". Und so haben wir auch in diesem Jahre trotz manchem Ausfall eine gute Ernte gehabt, sodaß wir Grund haben, dem gütigen Schöpfer von Herzen dafür zu danken. Nicht Erntefest wollten wir darum halten, sondern ein Erntedankfest. Die Feier vollzog sich bei wunderbarem Herbstwetter, über der warmen stillen Erde unzählig. Schäfchen am Himmel.

aus: Ortschronik

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