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Eine Ortsbeschreibung Breitscheids in der Schul-Chronik von 1819 (2)

Die neben der Landwirtschaft im Dorf betriebene Häfnerei und die Ton-und Walkererde-Gewinnung wollte Haas in der Chronik nicht unerwähnt lassen und schrieb:

"Vorzüglich merkwürdig ist in Breitscheid der Betrieb der Häfnerei, wozu die gütige Natur in die Nähe des Ortes alle Bedürfnisse - Holz, Ton, Farben - bis auf die Glasurmaterialien in reichem Maße gelegt hat, Der Ort ist an siebzig Haus stark, und die Hälfte der Einwohner sind Häfner. Auch wird hier die gute, seltene Pfeifenerde gegraben, obgleich noch keine Pfeifenbäckerei hier war (*), und die kostbare, häufig ins Ausland gehende Walkererde wird ebenfalls häufig bei Breitscheid gegraben".

Von der Orts-, Kirchen- und Schulgeschichte Breitscheids wusste der Lehrer Haas noch nichts. Das ist verständlich, da es für die Landbewohner damals keine Gelegenheit gab, heimatkundliche Forschungen zu betreiben wie es heute möglich ist. So schrieb der Chronist:

"Wie lange Breitscheid existiert, wie lange daselbst eine Pfarrei und Schule gewesen, ist alles unbekannt. Die Kirche trägt Kennzeichen eines hohen Alters, und Pfarrei und Schulanstalt mögen wohl vielleicht gleich alt sein. Es fehlen übrigens auch die Nachrichten über die hiesige Schule, sogar aus noch nicht alten Zeiten. Man kennt nur noch einige der letzten Schullehrer durch Tradition dem Namen nach (**). Auch die Fundation des Schulgehaltes (= Besoldung des Lehrers) ist unbekannt; derselbe war wahrscheinlich immer zugleich Küster und Glöckner, wie auch jetzt noch. Organist war er erst vor etwa 35 Jahren, wo für die hiesige Kirche eine Orgel aufgestellt wurde (***)".

Anmerkungen:
(*) Eine Pfeifenbäckerei ist in Breitscheid von 1708 bis 1710 nachgewiesen .
(**) Gemeint sind die drei Generationen Schulmeister der Familie Thielmann von 1687 bis 1798 (diese Familie wurde bis in unsere Zeit "Ahlschulmastersch" genannt).
(***)Laut Orts-Chronik von Reinhold Kuhlmann hat Breitscheid seit 1789 eine Orgel in der Kirche.

Veröffentlicht von Ernst Henn im März 1983 in den "Heimatblättern", nacherzählt von Manfred Thielmann, Breitscheid-Erdbach.

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zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

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