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Erdgeschichte

Erdbachhöhle
Erforsch.2.T.
Kleingrubenl.
Wieder 1983/84
Wieder 1985/90
1991
1992
1992/93
Schwinde C

Herbstlabyrinth
Bärknochen
Entdeckung
Erforschung
Erschließung
Schauhöhle
Eröffnung
Steinbr.1952

Steinbr.1953

Erdb.Höhlen
Kleingrubenl.
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Geschichte der Entdeckung und Erschließung des Höhlensystems "Herbstlabyrinth - Adventhöhle"

Dr. Walter Tanke war zu dieser Zeit hauptberuflich stellvertretender Leiter des Naturkunde-museums Dortmund und ehrenamtlich Vorsitzender der Speläologischen Arbeitsgemeinschaft Hessen (SAH), die im Breitscheider Raum Höhlenforschung unternahm. Zudem betreute er als Diplom-Biologe wissenschaftlich unsere Ausstellung. Er war oft in Erdbach und in Höhlen unterwegs, ich kannte ihn schon lange und traf mich auch des öfteren mit ihm in der Ausstellung. Dr. Tanke war überrascht von diesem Fund und kündigte an, am nächsten Tag nach Erdbach zu kommen.

Am nächsten Tag, dem 1. November 1993, war in Nordrhein-Westfalen ein Feiertag (Allerheiligen) und somit hatte Dr. Tanke dienstfrei. Am Vormittag erschien er bei mir mit seinem VW-Golf und einem kleinen Anhänger am Haken. Wir sind dann gemeinsam zum Medenbacher Kalksteinbruch gefahren, um uns die Genehmigung zum Befahren der obersten westlichen Sohle einzuholen (der Steinbruch war in Betrieb) und von dort aus die Höhlenbärknochen vom Breitscheider Feld einzusammeln. Der Betriebsleiter des Steinbruchs erlaubte uns das Befahren des Steinbruchs. Am Bürogebäude des Steinbruchs trafen wir auf Alois Krankl (Alois Krankl war - wie Dr. Tanke - Höhlenforscher und Mitglied in der SAH).
Wir hatten im Nu auf dem flachen Gelände außerhalb des Steinbruchs zwei Mörtelwannen voller Höhlenbär-Fragmente eingesammelt und verstauten diese auf dem Anhänger. Die Knochen wollte Dr. Tanke im Dortmunder Museum von Fachleuten konservieren lassen und dann zurück nach Erdbach bringen.

Was war passiert und wie kamen die Höhlenbärknochen dort hin?
Tags zuvor fand auf der obersten Sohle eine Wandsprengung statt, um Kalk aus der Wand heraus zu brechen. Dazu werden im Boden der Sohle Sprenglöcher gebohrt, mit Sprengstoff gefüllt und gezündet. Die Sprengung löst den Kalk von der massiven Wand und legt diesen im Idealfall einfach um. Nun besteht die Wand aber nicht nur aus massivem Kalk, sondern es sind in dieser auch Erdeinschlüsse enthalten, manchmal ist es ein ganzer Hohlraum, der mit Erde gefüllt ist. Da die Stärke der Sprengladung für massiven Kalk berechnet ist und Erde weniger massiv als Kalk ist, wird bei der Sprengung die Erde aus einem damit gefüllten Hohlraum weit weg geschleudert und in der Umgebung verteilt. Bei der stattgefundenen Sprengung wurde ein solcher Schlot "ausgeblasen", in dem sich Höhlenbärknochen befanden. Diese Knochen rühren von Tieren her, die am Ende der letzten Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren in großer Zahl in unserem Raum lebten. Viele Funde an verschiedenen Stellen weisen auf das Vorhandensein dieses großen Raubtiers hin. Nach dem Tod der Tiere sind dann die Überreste durch abfließendes Wasser in vorhandene Kalkspalten geschwemmt worden, wo sie mit Erde vermischt eingeschlossen wurden. Die Wandsprengung, Tausende von Jahren später, hat die Knochen wieder an die Erdoberfläche gebracht und im Breitscheider Feld verteilt.

  1. Vorwort
  2. Fund von Höhlenbärknochen
  3. Entdeckung einer Höhle
  4. Erforschung des Höhlensystems
  5. Erschließungsplanung für die Schauhöhle
  6. Aufschluss der Schauhöhle
  7. Eröffnung der Schauhöhle
  8. Höhlenführung und -besichtigung
  9. Informationen zum Herbstlabyrinth-Adventhöhle-System

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zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

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